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Smiley Ordnungsgeldandrohung gegen Hunde-Suchplakat-Aktion
[QUOTE]Artikel vom 16. März 2006

Steckbrief sorgt für Ärger

Retriever-Hündin "Linn" vermisst - Ordnungsamt: Plakate müssen weg Möhneseer Verein "Retriever in Not" mit Ordnungsgeld gedroht

MÖHNESEE · "Linn" ist vier Jahre alt, extrem ängstlich und scheu. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist es, das Bett zu hüten. Vor einer Woche ist die vierjährige blonde Labrador-Retriever-Hündin ihrer Halterin Beate Weiß-Brandt vom Starenweg in Körbecke entlaufen. Durch die Haustür und den Garten war sie gegen 17.30 Uhr entwischt.

Wegen einer Plakat-Such-Aktion, die der Verein "Retriever in Not" inzwischen startete, gab es jetzt eine Intervention des Möhneseer Ordnungsamts. Hansfriedrich Winter hat die Hundefreunde inzwischen aufgefordert, die wieder zu entfernen. Wenn das nicht geschieht, will er ein Ordnungsgeld festsetzen. Das finden die Retriever-Freunde wenig hilfreich.



"Irgenwo sind Grenzen", meint das Ordnungsamt. Grund für das Durchgreifen der Ordnungshüter ist die Tatsache, dass es am Möhnesee grundsätzlich verboten ist, wild zu Plakatieren. Dafür, so Hansfriedrich Winter, gebe es in den Dörfern Plakatwände. Es sei daher nicht hinzunehmen, dass an jeden Masten einer von 500 Steckbriefen angepappt werde. Vor allem müsse befürchtet werden, dass die Plakatierer die Plakate am Ende hängen lassen und die Gemeinde dann in die Pflicht genommen wird.



"Man kann das auch anders sehen", meinen die Tierfreunde. Es sei schließlich ein Unterschied, ob es sich bei einer Plakat-Aktion um den Steckbrief für ein Tier oder beispielsweise um die Ankündigung eines kommerziellen Flohmarkts handele.



Ein erneuter Anruf im Ordnungsamt Möhnesee löste jedoch keine veränderte Reaktion aus, immerhin verlängerte der zuständige Mitarbeiter die Frist der Gemeinde auf Mittwoch. Spätestens heute müssen die Suchplakate also abgenommen werden.



Der Verein "Retriever in Not" veröffentlichte das Möhneseer Suchplakat-Problem unverzüglich auf dem Forum seiner Internet-Seite und die Reaktion kam schnell. Einige User, so der Verein, hätten dazu geraten, als Hundefreunde zukünftig nicht mehr am Möhnesee Urlaub zu machen, da man nicht sicher sein könnte, bei der Gemeinde Hilfe zu erlangen, wenn mal ein Hund wegläuft, weil die Verwaltung nicht gerade hilfreich sei. Dies, so der Verein, sei nur eine freundliche Umschreibung von dem was von Hundefreunden noch alles geäußert worden sei.



Die vermisste Hündin "Linn" wurde im vorigen Jahr aus einer Zucht befreit. Das Tier mit dem lächelnden Vor-Biss, das inzwischen schon am Haarweg, in der Nähe von Atelco und bei Berlingsen gesehen worden sein soll, wurde von dem in Möhnesee ansässigen Verein "Retriever in Not" an Beate Weiß-Brandt vermittelt. Nach einem Aufruf im Internet suchten in den vergangenen Tagen Freunde und Mitglieder des Vereins aus nah und fern den gesamten Bereich ab. Hundefreunde aus Münster, Viersen, Bad Sassendorf, Bergkamen, Aachen und sogar aus Berlin waren dabei viele Stunden im Einsatz.



Begleitend zur Suchaktion wurde eine Anzeige veröffentlicht und mehr als 500 Flyer aufgehängt und verteilt. Dabei sind die "Fahnder" bei der Suche nach extrem ängstlichen Tieren auf Sichtmeldungen von Fußgängern und Anwohnern angewiesen. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass dies der einzig richtige Weg ist. Später, wenn eine Spur gefunden ist, sollen sogar ein Suchhund aus der Schweiz und eine Lebendfalle eingesetzt werden, um des Tieres habhaft zu werden. Identifiziert wird "Linn" auf jeden Fall, denn ihr wurde ein Erkennungs-Chip implantiert.



Die betroffene Hundehalterin Weiß-Brandt rechnet fest damit, dass "Linn" Kälte und Hunger überleben wird. Es könne aber Monate dauern, bis sie gefunden werde. Trotzdem seien auch die Plakate so wichtig: "Der Hund wird aller Wahrscheinlichkeit nicht gefunden werden, weil die Zettel abgehängt werden müssen. Die Gemeindeverwaltung Möhnesee hat sich damit keinen Gefallen getan. In solch einem Ton kann man mit mündigen Bürgern und insbesondere Gästen am Möhnesee nicht umgehen", meint sie. · dümi



Hinweise auf Linn unter: 0171/4562489



Verein Retriever in Not am Möhnesee: Tel. 02924/974300. (ab 16 Uhr).

[URL=http://www.retriever-in-Not.de]Retriever-in-Not[/URL]

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[URL=http://www.soester-anzeiger.de/lokales/story.php?id=185381]Quelle: Soester Anzeiger[/URL]

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