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Smiley Ich fürchte, da lauert mehr als nur eine Ursache!
Ich fürchte, hinter Deinen Problemen stecken mehrere Ursachen, und wenn wir das bei den Überlegungen nicht berücksichtigen, kriegen wir das Ganze nicht in den Griff.



Zumindest der erste Monitor dürfte irgendeinen Defekt gehabt haben, aber es gibt hier auch deutliche Anzeichen für die Probleme von ATI-Treibern mit den Bildwiederholfrequenzen. Diese Probleme werden meistens als "der ATI-60Hz-Bug" bezeichnet, auch wenn sie verschiedene Formen annehmen können.



Ich habe eine Radeon 9550, deren Windows-98-Treiber auch je nach Monitor nur 60 Hz einstellen, auch wenn der Monitor vielleicht mehr kann. In meinem Fall gibt es deutliche Anhaltspunkte für einen Fehler im Treiber der Grafikkarte.



Wenn ich einen Monitor anschließe, der über einen Standard namens DDC irgendwelche Rückmeldungen an den PC weiterleiten kann, dann funktioniert alles so, wie es sollte. Diese Monitore heißen unter Windows auch "Plug&Play-Monitore". Für sie braucht man meistens keine "Treiber" unter Windows, denn Windows startet automatisch den "Treiber" für einen "Plug&Play-Monitor", wenn es einen erkennt. (Man kann diese Erkennung allerdings u.U. auch abstellen.)



Eigentlich hat Windows übrigens auch gar keine echten "Treiber" für Monitore; das, was da als "Treiber" bezeichnet ist, enthält lediglich einige INFormationen über den Monitor und seine Fähigkeiten. Darum ist's vermutlich auch eine .INF-Datei. Bei einem "Plug&Play-Monitor" kann der Monitor aber selber über DDC melden, was er kann, so dass keine spezielle .INF-Datei (also kein speziell auf diesen Monitor zugeschnittener "Treiber") mehr nötig ist. Nur bei Monitoren, die ihre Fähigkeiten nicht melden können, ist ein "Treiber" nötig. Allerdings kann auch ein nicht komplett belegtes VGA-Kabel dazu führen, dass der Monitor seine Fähigkeiten nicht melden kann. Selbst eine (ur-)alte Grafikkarte kann dieses Problem auslösen, denn zunächst mal werden die Meldungen des Monitors an die Grafikkarte geschickt, und die muss die Meldungen dann an den Computer weiterreichen. Tut sie das nicht, dann wird auch wieder ein Monitor-"Treiber" nötig. Allerdings sind selbst Grafikkarten von 1994 oft schon in der Lage, DDC zu machen.



Schließe ich dagegen einen Monitor an, der kein DDC kann, dann kriegt Windows keine Rückmeldung von diesem Monitor. Dasselbe passiert natürlich auch, wenn der Monitor zwar DDC macht, das Kabel oder die Grafikkarte aber nicht. Wichtig ist dabei, dass BNC-Verkabelung meines Wissens *nicht* DDC-geeignet ist - ganz sicher bin ich mir da aber nicht.



Wie auch immer: Kommt keine DDC-Information am Rechner an, dann sollte Windows sich eigentlich an die Informationen halten, die ihm der Monitor-"Treiber" liefert. Wenn man also den Monitor-"Treiber" korrekt wählt, sollte man trotzdem mehr als 59-60 Hz hinkriegen - das allerdings klappt bei mir nicht.



Viel Herumprobiererei hat mich dann auf die richtige Idee gebracht. Offensichtlich versucht der ATI-Treiber in meinem Falle grundsätzlich, per DDC Informationen vom Monitor zu bekommen. Klappt das nicht, dann nimmt der Treiber nur die niedrigsten Bildwiederholfrequenzen, also 60 Hz bei 640x480-Auflösung und 56-60 Hz bei 800x600. Dabei ist es völlig egal, ob Windows DDC macht (was man bei Win98SE ein- und ausschalten kann) - der Grafikkarten-Treiber kocht sich hier stets sein eigenes Süppchen, und das gelingt nur mit DDC so richtig gut. Ohne DDC dagegen kriegt man stets 60 Hz vorgesetzt; der Versuch, das zu ändern, führt auch bei korrekt eingestelltem Monitor-"Treiber" nur zu Fehlermeldungen des Grafikkarten-Treibers. So also sieht bei mir der "60Hz-Bug" von ATI aus, und da für alle Radeon-Grafikkarten dieselben Treiber verwendet werden, ist es recht egal, ob man nun eine Radeon 9550, 9250, 9600 oder 9800 hat - der Unsinn mit dem DDC-Gedönse wird bei mir wohl jedesmal auftauchen.



Einige Deiner Probleme scheinen ebenfalls auf dieses Problem hinzudeuten. Schau doch ggf. mal nach, ob diejenigen Monitore, an denen trotz allem nie mehr als 60 Hz mit einer Radeon-Karte funktionierte, vielleicht welche sind, die eben keine "Plug&Play-Monitore" sind (steht leider meistens nicht im Windows-Gerätemanager). Wenn ja, dann könnte das Problem hier auch dasselbe sein. (Das gilt auch für den Fall, dass die Monitore vielleicht "Plug&Play" (=DDC) können, die Verkabelung aber dazu führt, dass es eben doch nicht durchkommt.)



Was Du allerdings zum allerersten Monitor gesagt hast, klingt für mich dagegen schon nach einem Defekt.



Wenn Du jedoch mitten im Betrieb, also bei laufendem Rechner, einen anderen Monitor anschließt, dann bleibt die Einstellung (auch für die Bildwiederholfrequenz) normalerweise unverändert, da Windows nach dem Start offenbar nicht mehr überprüft, ob jemand den Monitor wechselt. Was Du also in diesen Fällen ermittelt hast, hat leider keine Bedeutung. Ein Neustart ist immer notwendig, damit ein neuer Monitor evtl. wieder richtig erkannt und betrieben wird.



Last but not least... Ich weiß nicht, was Linux standardmäßig macht. Wenn es, wie zumindest bei älteren Linuxen häufig zu sehen ist, kein DDC macht, dann wird es zunächst mal alles auf max. 60 Hz einstellen, aber durch Angabe eines leistungsfähigeren Monitors kann man bis auf 67-68 Hz und durch Angeben der Grafikkarte und des Monitors auf 75 und mehr Hz kommen. Wo & wie man das aber bei einer bestimmten Linux-Version macht, weiß ich nicht. Und mein Linux läuft eh ohne Grafikmodus, da hat man dann eh grundsätzlich andere Hz-Zahlen.



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