title image


Smiley Re: Rechtsfrage zum Onlinekauf (ein bisschen off-Topic)
Wenn der Verkäufer den Auftrag bestätigt (eben halt eine Auftragsbestätigung) ist ein Kaufvertrag zustandegekommen.



Von diesem zurückzutreten ist ziemlich schwer für beide. Ein Möglichkeit wäre es, sein eigenes Angebot (Verkäufer) oder seinen eigenen Auftrag (Käufer) wegen Irrtums anzufechten.

Das geht z.B. dann, wenn der Vertragspartner sich in Preis oder Menge ganz offensichtlich und deutlich geirrt hat.



Wenn ein privater Käufer z.B. 100 Jacken bestellt, ist eine Anfechtung wegen Irrtums glaubhaft. Wenn ein Verkäufer eine teure Markenjacke für EUR 19,99 statt EUR 199,90 anbietet, dann ist ein Irrtum ebenfalls glaubwürdig.

Der Irrtum muß allerdings offensichtlich sein.



Was anderes ist es allerdings - wie Hakes schon sagte - wenn lediglich der Bestelleingang oder Auftragseingang bestätigt wird. Kaufleute sind heutzutage allerdings schlau genug, um deutlich draufzuschreiben, daß es sich um keine Auftragsbestätigung handle.



Wenn der Käufer glaubhaft machen kann, daß die Onlinebestellung gar nicht von ihm getätigt wurde, ist ein Kaufvertrag gar nicht erst zustande gekommen. Das gilt AFAIK nicht, wenn die Bestellung nachweislich von seinem Computer getätigt wurde, für den der Käufer Aufsichtspflicht hat (nicht sicher, als ich das lernte, gab´s noch kein Internet).



Wenn der Verkäufer begründete Anhaltspunkte hat, daß das Geschäft gefährdet ist (Käufer ist als Kaufspaßvogel bekannt, hat schlechte Schufa, schlechte Geschäftserfahrungen etc.) kann der Verkäufer die Auftragsbestätigung zurückziehen oder nachträglich an Bedingungen knüpfen, die das Geschäft sichern (Vorkasse, Teilzahlung, Nachnahme).

geschrieben von

Login

E-Mail:
  

Passwort:
  

Beitrag anfügen

Symbol:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Überschrift: