title image


Smiley Re: Mal wieder: Leidiges Thema Nebenkostenabrechnung.....
Hi Carsten,



erstmal:



>Aber: Ganz merkwürdig ist die Heizungsabrechnung se soll 2004 über 1100 Einheiten in

>den 8 Monaten verbraucht haben - im Vorjahr hat sie etwa 900Einheiten verbraucht.

Du meinst 2005 oder? Okay, der Nachmieter hat dann die "Sommer-Verdunstung" nicht - aber wenn im Vergleich der Jahresanfang schon höher sein soll als früher Gesamtjahr, sollte es das - gerade im Vergleich zu 2003 - kaum sein. Es sei denn es wurde dank "wenig zuhause" wie du ja schreibst wenig gelüftet und beschattet im Sommer -> deutlich wärmer als sonst. Kann ich mir aber auch nicht ganz vorstellen.



Was sind's denn für Meßgeräte? Verdunster?

Nun, eine "Kaltverdunstung" haben die Teile sicher auch, in der Dachwohnung möglicherweise etwas mehr als bei anderen Wohnungen. Aber nachdem 2005 jetzt nicht soo der Riesen-Sommer war (im Gegensatz zu z.B. 2003) sollte es daran meiner Meinung nach doch nicht liegen?



Habt ihr die Teile bei Auszug selbst ausgelesen? (Wenn nein - wieso nicht?) Eine Skala haben die doch normalerweise. Wenngleich ein LCD komfortabler abzulesen ist :-)

Wurde eine Zwischenablesung gemacht, wenn ja wann durch wen? Das wäre interessant zu wissen....



>Hmmmm, eins fällt mir noch auf: Diese Röhrchen, die messen doch nicht die exakten

>kWh sondern sie sind bei Vergleich miteinander nur ein maß für den Anteil am

>Gesamtverbrauch - verstehe ich das richtig?

>Können die merkwürdigen Zahlen daraus resultieren, dass der Jahresverbrauch zugrunde

>gelegt wurde - obwohl bei Auszug garantiert noch NICHT die vollen ca 50000kWh (fürs

>ganze Haus) verbraucht waren?



Richtig, die messen keine kWh. Ist auch nicht nötig. Und natürlich müssen die Kosten für's ganze Jahr zugrunde gelegt werden.

So ne Abrechnung läuft folgendermaßen: (Nur ausgehend von Heizung ohne Warmwasserbereitung, scheint ja der Fall zu sein? Mit Warmwasser ist aber auch nicht sehr viel schwieriger)

1) Wenn alle Kosten vorliegen, werden diese aufgeteilt in Grund- und in Verbrauchskosten. Grundkosten 30% bis 50% der Gesamtkosten, Verbrauchskosten der rest

2) Die Grundkosten werden nach m² auf die Nutzer umgelegt. (Ich glaube bei Heizkosten sind nur m² als Maßstab zulässig, müßte ich nachschauen)

3) Die Verbrauchskosten werden nach dem jeweiligen Verbrauch der Nutzer aufgeteilt. Bei den Heizkörperzählern muß natürlich beachtet werden, daß die Heizkörper unterschiedlich groß sind und somit auch unterschiedliche Leistung haben, das geht ja aus der Temperatur am Meßgerät nicht hervor. Elektronische Heizkostenverteiler haben entsprechende Parameter einprogrammiert und spucken bereits eine verwertbare Zählsumme aus - bei Verdunstern geh ich mal davon aus, daß dies dann in der Abrechnung in Form eines Faktors eingerechnet wird.

4) Gibts nun nen Nutzerwechsel unterm Jahr, geschieht folgendes: Die Verbrauchskosten werden direkt nach Zählern getrennt - jeder zahlt den Anteil den er verbraucht hat.

Bei den Grundkosten wird nach Gradtagtabelle aufgeteilt.

Gradtage besagten, wie kalt es ist. Per definition: 20°C minus den Tagesmittelwert wird auf eine Summe addiert (natürlich nur solange unter 20°C). Es gibt da eine promille-normierte Gradtagtabelle die für so Abrechnungen genommen wird:



Januar 170

Februar 150

März 130

April 80

Mai 40

Jun-Jul-Aug 40

September 30

Oktober 80

November 120

Dezember 160



Wenn du willst kannst du mir die Abrechnung mal zumailen zum anschauen - WIE die Abrechnung gemacht wird bin ich inzwischen fit (hab das auch schon in Excel nachgebaut ;-). Mit Streitigkeiten dazu hatt ich noch nicht viel zu tun.



Wichtige Frage ist meinem Gefühl nach aber, ob ihr Zwischenablesewerte habt.

In Erfahrung bringen: Wann wurde von wem die offizielle Zwischenablesung gemacht? Und ist die Wohnung inzwischen bewohnt oder leer?

Nicht daß da der Vermieter versucht, die Leerstandskosten auf euch abzuwälzen und garkeinen Nutzerwechsel (oder zum 31.12.) angegeben hat. (Oder es schlicht verpennt?)

Ob (und wann) ein Nutzerwechsel unterm Jahr gemacht wurde, sollte aber ersichtlich sein (an den Grundkosten). Ob die tatsächlichen Werte halbwegs realistisch sind, kann man wohl nur rausfinden, wenn man die End-Jahreswerte auch kennt (und ggf. weiß ob Leerstand oder bewohnt).



Gruß

Didi

geschrieben von

Login

E-Mail:
  

Passwort:
  

Beitrag anfügen

Symbol:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Überschrift: