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Smiley Darf ich vorstellen: Mein Schrankbauwerk mit Eurer Hilfe! (Pic inside)
Hallo liebe Spotlightwerker,



es ist zwar schon wieder viele Wochen her, aber wie so oft, habe ich mich für mein neuestes Projekt, das jetzt abgeschlossen ist, vorher ausführlich bei Euch zu allerlei Details informiert. Das Resultat möchte ich Euch heute vorstellen. Nicht, um anzugeben, sondern, um Euch Dankeschön zu sagen, und vielleicht dem einen oder anderen Anregungen zu geben.



Es handelt sich um einen Raumteiler in der Küche, der eine ganze Reihe von Aufgaben zu erfüllen hatte:



Da wir die Holzdekorfarbe der Küchenmöbel nicht annähernd treffen konnten, wollten wir farblich etwas ganz anderes. Das Bauwerk sollte so aussehen, als wäre es ein Mauervorsprung. Dadurch war es in Wandfarbe (Dispersion) zu halten.

Wichtigste Aufgabe war die Abdeckung der Seitenflächen von Unterschrank + Hängeschrank, auf die man beim Reingehen in die Küche sonst frontal zugelaufen wäre - was auch nicht schön ausgesehen hat

Gleichzeitig musste der Schrank klein genug gehalten werden, um nicht als Barriere zu wirken und nicht im Durchgangsbereich zu stehen

Zu guter Letzt sollte er auch noch als Regal für Kochbücher und eine kleine Kompaktanlage dienen.

Von der Rückseite sollte das Teil aussehen wie eine Wand.

Ach ja, und die ehemals dunkle Ecke sollte ausgeleuchtet werden.





Entstanden ist nun das Resultat, wie Ihr es unten sehen könnt. Der Schrank ist komplett aus 16er und 12er MDF-Platten sowie aussteifenden Rahmenhölzern entstanden. Die Stollen sind innen hohl und wegen des Trittschalls schwimmend zum Boden und zur Decke gelagert. Die Lagerung übernehmen korkummantelte Holzklötzchen im Innenraum der Stollen an Decke und Boden. Am Boden sind diese nur mit Silikon festgeklebt (um nicht die Fliesen anzubohren). Dieser Tipp kam von Jens oder Karsten (tschuldigung, aber ich weiß es leider nicht mehr genau).



Ebenfalls aus dieser Ecke kam der Tipp, zwischen Acrylraupe und Wand ein Klebeband einzulegen, damit ich später bei einer eventuellen Demontage den Schrank wieder gut von der verputzten (und lediglich gestrichenen) Wand wegbekomme. Auch das hat trotz der schwimmenden Lagerung gut funktioniert (verwendet habe ich dünnes Krepp). Durch den Schwund tun sich jetzt zwar einige Ritzen auf, aber interessanterweise nicht am Klebeband sondern zwischen Acryl und MDF-Korpus. Aber das kann ich noch leicht nachbessern.



Die MDF-Platten der Stollen und der Rückwand sind mit weißer Dispersionsfarbe gestrichen. Auf Anraten meines Holzhändlers habe ich vorher Malergrund aufgetragen, damit die MDF-Platten nicht in ein paar Monaten Farbstoffe absondern können.



Besonders viel Arbeit hat mir gemacht, die Stollen an den stark beanspruchten Ecken mit Alu-Kantenschonern aus dem Trockenbau zu versehen und mit Uniflott zu verspachteln (und zu verschleifen und zu verspachteln und zu verschleifen und zu verspachteln und zu verschleifen). Ich habe mich zu diesem aufwändigen Schritt entschlossen, weil wir zwei Vandalen im Alter von 1 und 3 Jahren mit pfeilschnellen und schweren Bobbycars sowie Puppenwagen im Haus haben ;-)



Die Regalbretter bestehen aus drei 12er MDF-Schichten, wobei die mittlere nach hinten ein kleineres Format hat, wodurch im Brett eine unsichtbare seitliche Nut entstanden ist. Mit dieser habe ich die Bretter auf 10er Alu-Leisten geschoben, die an den Seitenwänden verschraubt sind. Auf diese Weise gibt es keine sichtbaren Halter für die Regalbretter. Diese Bauweise habe ich übrigens in der "selber machen" gefunden.



Die komplette Verkabelung von Radioanschluss, Antenne, Lautsprechern und 12V-Lampe erfolgte über Lehrrohre in den Stollen. Für das Radio gibt's sogar eine Unterputz-Steckdose im Regal-Innenraum.



Nicht umgesetzt habe ich die seinerzeit mit Berny diskutiert Variante, die Kantenschoner aus Alu als Radio-Antenne zu nutzen. Das Radio hat auch so einen ausreichend guten Empfang.



Was noch fehlt:



Die Lautsprecher im oberen Bereich des Regals müssen noch optisch wie akustisch besser angeordnet werden.



Am Sockel bin ich mir noch unsicher. Ursprünglich hatte ich überlegt, ihn mit dem gleichen Fliesensockel zu versehen wie die Zimmerwand. Ich glaube aber, dass ich aus optischen Gründen nur noch eine dezente Silikonfuge anbringen werde.



Die Glastüre stammt vom Glaser. Satinato-Glas. Kostenpunkt: 65,- EUR (*schmerz*)



Materialpreis insg. ca. 250,- EUR. Aufwand: Geschätzte 20 Stunden (ohne Planung).



Viele Grüße

Tömmel, AB17
Wo eine Katze wartet, dort ist man zu Hause (Nina Sandmann)

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