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Smiley Re: Wir sind Olympiasieger !
Hallo Carsti



Na, als Tier hat mich ja noch niemand bezeichnet;-) Aber das "Tier" der "666" sitzt in jedem, der dem bunten Treiben in und zu allen Zeiten unreflektiert beiwohnte, es unterstützte und zu seinen Gunsten umbog. Sport als Politikum scheint wahrlich kein Phänomen heutiger Tage, es kommt immer auf die Interpretation an.



Selten fällt heute ein Sportler, Künstler etc. vom Himmel und wäre als Naturtalent zu bezeichnen. Das mag vllt. noch früher vermehrt der Fall gewesen sein, als die pure Leistung den Erfolg versprach, und nicht Millionen zwecks Werbeverträgen zusätzlich winkten. Heute drängen einen Eltern als Kind frühzeitig in alle möglichen Vereine, Kurse usw., damit aus dem kleinen Sonnenschein mal was großes zu werden hat. Die Ernüchterung folgt dann später, kommt das Kind ins Alter des freien Entscheidungswillen, und müpft auf, oder der Erfolg stellt sich nicht ein.



Die Nationalhymne höre ich mir auch deshalb nicht an, weil "unsere" Politiker den Sport - gerade den Fußball - für sich entdeckten, und sich so ein paar leicht verdiente Wählerstimmen fangen lassen. Auch bei abgestelltem Ton sieht man ja die Lippenbewegungen, wobei es einem integrierten Fußballer z.B. peinlich sein muss, darf er zwar für "Deutschland" spielen, kommt aber aus Taka-Tuka-Land, und hat überhaupt keine deutschen Wurzeln. Und da fängt eben das Problem an, wer "ungestraft" die Hymne schmettern sollte, und wer lieber zu schweigen hat. Und nein, das soll keine Deutschtümmelei sein, gerade deshalb nicht, weil ich mir bei der jungen (deutschen) Generation im Land selten ein "Deutsch"-Gefühl noch vorstellen mag, bei aller "Befreiung" deutschen Willens und Handels nach 1945. Die Umerziehung hat stattgefunden, auch ein kulturelles Fiasko, welches uns schwer im Magen liegt. Denn jede (Sport)-Nation braucht seine Identität, und die fängt nicht beim heuchlerischen Abspulen der Nationalhymne an, und hört nicht bei einem Medaillenspiegel oder gewonnenen internationalen Pokal auf.



Sport als Zerstreuung und Anerkennung der natürlichen puren Leistung, dagegen ist nichts einzuwenden. Sport, ob als Einzeldisziplin oder in der Mannschaft ausgetragen, soll einem gesunden Geiste zur Völkerverständigung angelegt sein. Nur zwingen mich die Privilegien berühmt gemachter Sportler dazu, anzuprangern, wer es eher verdient hat, sich dem süßen Leben hingeben zu dürfen: Ist es die unterbezahlte Krankenschwester, die im Schichtdienst für wenig Geld Menschlichkeit bis zum Umfallen zeigen muss, oder der verwöhnte Athlet, muckt er nicht auf, von den Medien zum Popstar hofiert, und mit dem Bundesverdienstkreuz durch einen Staatsvertreter ausgezeichnet wird.



Alles soll seine Berechtigung haben, solange die Proportionen stimmen. Und die stimmen eben nicht mehr. Doch besser "Brot und Spiele"-Taktik, um weiter abzulenken von den wirklichen Problemen, als den Sport ans Messer liefern. Welche Zerstreuung hätten Millionen Sportler und ihre Fans denn auch sonst?



Also lasse ich sie weiter laufen...die Zeit wie den Ball, die Krankenschwester wie den Bückling der Politik;-)



Ich bin und bleibe nun mal ein kritischer Zeitgeist...obwohl manches selbst im "freien" Deutschland nicht mehr so einfach gesagt/geschrieben werden kann. Aber das wäre ein anderes Thema...



Gruß



Jörg


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