title image


Smiley Re: monogames Verhalten
> Monogames Verhalten kommt nicht aus unseren Genen, sondern aus unserer Kultur.

Das glaube ich nicht ganz.

Natürlich müsste man erst den Zeitpunkt bestimmen, von dem an das Verhalten mehr von der Kultur als von den Genen gesteuert wurde. Falls es so einen überhaupt gibt.

Ich will es mal so sagen: monogames Verhalten hat zumindest zeitlich beschränkt eine gute alte Tradition, die bis weit vor jede 'Kultur' zurückreicht.

Es hat sich einfach bewährt zur 'Erhaltung der Art', dass das Männchen das Weibchen bei der Aufzucht der Nachkommen unterstützt. Bei bestimmten Arten jedenfalls, und der Mensch gehört da wohl dazu. Diese Unterstützung ist am sinnvollsten und erfolgversprechendsten, wenn das Männchen möglichst nicht 'fremdgeht' in dieser Zeit. Weil damit die Wahrscheinlichkeit eines frühzeitigen Wechsels steigt.

Dass das Interesse daran beim Weibchen stärker ist liegt auf der Hand.



Dass inzwischen die 'Kultur' daraus eine eher unnatürliche Lebens-Monogamie gemacht hat ist unbestritten.

Das hat sicher (auch) mit der Erfahrung zu tun, dass 'nachher' sowieso nicht mehr viel los ist von wegen Fortpflanzung - da kann man dann ja gleich beisammen bleiben (so eine Trennung verursacht ja auch einen ziemlichen Aufwand).

"Nicht mehr viel los", und zwar - biologisch bedingt - hauptsächlich beim Weibchen. Eigentlich unfair.

Dass die Gleichberechtigung der Frau in so einem Fall nur über die Beschneidung der 'Rechte' des Mannes führen kann ist logisch. Dass die Frau dazu (immer noch) eine größere Motivation hat, auch.



Ich glaube wir müssen aber gar nicht 500 Jahre warten, bis der natürliche (oder ein natürlicherer) Zustand wieder erreicht ist. Das Wort 'Lebensabschnittspartnerschaft' ist ja bereits erfunden...
Gruppenfoto: Y8

geschrieben von

Login

E-Mail:
  

Passwort:
  

Beitrag anfügen

Symbol:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Überschrift: