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Smiley Ich hab mal was versucht ...
Hallo,

mein Gerät ist ein mobiles Aufnahmestudio: Roland VS 2400 CD. Ansehen kannst Du Dir das bei www.Thoman(n).de



Ich hab mal die einzelnen Bearbeitungs-Schritte versucht in Worte zu fassen:



Jingleproduktion für das Radio



Ausgangspunkt für Radiotauglichkeit des Jingles sind billige „Quetschen“. Also Verstärker und Lautsprecher mit geringer Dynamik und Frequenzumfang, wobei der Frequenzumfang bei billigen LS einen gewissen Pegel untereinander haben muss.

20-400 Hz = - 15 dB, 400 – 6000 Hz = 0 dB, 6000 – 20000 Hz = - 9 dB)



Frequenzumfang eines Radiolautsprechers ist ungefähr 300 - 8000 Hz, Dynamik ca. 30 dB. Man denke an die vielen Transistorquetschen, die in den Kaufhäusern für wenig Geld angeboten werden.



Daher ist das Programmaterial stark zu verdichten (Dynamikkompression) und vom Frequenzverhalten her anzupassen. Gut (zur Beurteilung der Radiotauglichkeit) sind auch preiswerte Computerlautsprecher (etwa 20 Teuro).



Die Schritte im Einzelnen:



1. Frequenzgangkorrektur, 400-6000 Hz (EQ)

2. aggressive Dynamikkompression = kurze Attack- und Recoveryzeiten und weiter Bereich

Kompression so um 4 = 12 dB

Attack- und Recoveryzeiten so um 2 ms und 300 ms (ausprobieren)

Weiter Bereich der Kompression so um 24 dB (ausprobieren)

3. evtl. Effekte wie Stimmverdoppler oder Hall oder Ähnliches, damit die Stimme voller = voluminöser klingt.

4. LiveMix = Frequenzgangkorrektur (EQ) + Pegelkorrektur

5. EQ für das gesamte Klangbild

6. Bass Cut = Spezieller EQ für tiefe Frequenzen - unter 100 Hz

7. Unterdrückung von Hintergrundgeräuschen = große Dynamik

8. Compressor in drei Frequenzbereichen mit kurzen Attack- und Recoveryzeiten und hoher Kompression (>2 = > 6 dB).

9. Frequenzgangkorrektur zum Hören über Radio = billige Lautsprecher, dann klingt es auch auf teuren LS oder im Studio gut. Am besten einfache Computerboxen für ca. 20 Teuro. Bei einfachen LS Boxen darf Nix scheppern. Der Klang soll „klar und rein“ sein. Höhö. Der Jingle muss deutlich verständlich und ohne Neben- oder Hintergrundgeräusche sein.



Das Alles widerspricht den Hörgewohnheiten im Studio. Ist aber für Radio und TV unentbehrlich.



Nette Grüße



Fran


Mit dem Computer geht alles schneller, es dauert nur länger.

geschrieben von

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