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Smiley Re: finds gut
>denn 99,999999999 prozent deiner besucher werden sich nicht den quelltext ansehen und

>auf fehler kontrollieren.

>und wenn deine seite von den üblichen browsern so dargestellt wird wie du es geplant

>hast, dann ist deine seite in ordnung.



Das bestätigt meine These, dass im Internet Sachen möglich sind, die sich in anderen Wirtschaftszweigen niemand trauen würde.



Beim kleinen Autohändler um die Ecke wirst Du während eines Autokaufs unter die Motorhaube schauen, die Karosserie auf Rost prüfen, ggf. nochmal einen TÜV machen lassen und davon ausgehen, dass der KfZ-Mechaniker Ahnung von dem hat, was er tut.

Im Internet kannst Du dagegen jeglichen Misthaufen von Internetseite verkaufen, wenn er nur gut aussieht - und ob der Gestalter seine Werkzeuge beherrscht oder auch nur die leiseste Ahnung hat, was diese überhaupt bewirken, ist völlig irrelevant.



Verglichen mit einem soliden Auto ist die vorgestellte Seite nicht viel mehr als ein schlecht lackierter Pappkarton auf 4 Kinderwagenrädern. Das Lenkrad wurde mit Holzdübeln montiert, die Zierleisten sind aus Holz und mit einem Quark-Eier-Gemisch angeklebt. Das ist zwar der Stand der Technik von vor mehreren hundert Jahren, aber es hält eine Weile. Aus der Ferne betrachtet sieht die Kiste bestimmt toll aus im Sonnenschein, und über den Hof schieben lassen kann man sich damit sicher auch. Wenn man einen Ochsen davorspannt, kommt man wahrscheinlich bis ins nächste Dorf, und tanken muss man nicht - das Gefährt kommt mit den heutigen Spritnormen sicher nicht klar. Aber es sieht gut aus, und das reicht. Sollte der Konstrukteur irgendwann nicht mehr auffindbar sein und die Karre deshalb zur Reparatur oder für ein Tuning in eine andere Werkstatt müssen, dann wird diese zur Verschrottung raten, denn an diesem Vehikel noch Reparaturen durchzuführen kostet mehr Zeit als ein Neubau.



Ich bin gespannt, welche Suchmaschine die Flash-Navigation verfolgen kann oder überhaupt bis zur ersten ernsthaften Seite vordringt. In meinem Lynx ist jedenfalls bei "ENTER" Schluss, weiter komme ich nicht. Der Fotograf bekommt also eine Seite, die niemand einfach so finden wird. Welche Dreamweaver-Version diese Katastrophe von Quelltext geschrieben hat, weiß ich nicht, aber aus diesem Jahrhundert kann sie nicht stammen. Wenn doch, dann wäre das ein Armutszeugnis.



Das Teil ist also schon ein Oldtimer, bevor es die Hinterhof-Schrauberwerkstatt überhaupt verlassen hat. Und dass es überhaupt richtig dargestellt wird, liegt nur in der Gnade der aktuellen Browser begründet. Die einzige Verbindung zur Neuzeit ist ein winziges Schnippsel CSS, welches irgendwo für Blocksatz sorgen soll. Man hat also tatsächlich in den Pappkarton eine Innenbeleuchtung eingebaut. Wie das passieren konnte, wird Dir der Konstrukteur aber wahrscheinlich auch nicht sagen können.



heizfrosch



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