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Smiley Mit Verlaub, das war weitgehend Schwachsinn!
Kleine Einführung:



SDRAM heisst Sychronous Dynamic Random Access Memory und steht seit den ersten Nachfolgern der FP- und EDO-Module, die man noch paarweise auf dem Board verbauen musste, in der Form von DIMM's (Double In Line Memory Modules) als Überbegriff für Arbeitsspeichermodule. Auch DDR-Speicher (Double Data Rate, doppelte Datenrate, da Signalübertragung an der aufsteigenden und an der abfallenden Flanke, statt nur an der aufsteigenden, 184pin, 2.5V), der Nachfolger des "gewöhnlichen" SDRAM (168pin, 3.3V) ist und bleibt SDRAM, auch wenn - Tschuldigung - noch so viele Clowns immer wieder das Gegenteil behaupten. (Damit meine ich jetzt niemanden in diesem Thread ;) ). Um Missverständnisse zu vermeiden, werden "gewöhnliche" SDRAM heute oft als "SDR-SDRAM" (Single Data Rate) bezeichnet. Die offiziellen Bezeichnungen sind PC100 (100MHz) und PC133 (133MHz). Bezeichnungen wie PC66 (die allerersten) und PC150 sind nicht offiziell spezifiziert.



SDRAM-Module (egal welche) werden aus einzelnen Chips unterschiedlicher Dichte (Kapazität) mehr oder weniger aufwändig zusammengebaut (daher gibts Qualitäts und Preisunterschiede) und intern so verschaltet, dass je ein 64bit-Instruktionsset über zwei Datenleitungen an den Memory Bus übergeben wird (deshalb muss mann SDRAM's nicht mehr paarweise verbauen). Je nach Dichte der Chips werden dabei u. U. mehrere Chips zu grösseren "Oberchips" zusammengefasst, die man dann auf dem Speicherriegel erkennen kann, heute meist pro Seite acht (bzw. neun bei Modulen mit ECC, d. h. Fehlerkorrektur)













Zu deinen Fragen:



1. Passt nun jeder 128 MB SDRAM mit 168-pin und 133 MHz???



Leider höchstwahrscheinlich nicht. 168-pin ist ja schon mal ok, 133 MHz auch. Single-Sided oder Double-Sided scheint dein Board auch nicht zu interessieren (was je nach Modulgrösse und Board/Chipsatz nicht immer so ist). Aber ganz bestimmt kann es nicht mit den dichtesten, heute verfügbaren Chips umgehen. Ich würde fast wetten, es kommt auch mit einem Single Sided 128MB-Riegel nicht klar, obwohl du schreibst, es unterstütze pro Sockel bis zu 128 MB Single oder Double Sided DIMM's. Es gab vermutlich damals noch gar keine Single Sided 128MB-Module, weil es noch keine so dichten Chips gab.



2. In einer Zeitschrift las ich mal, dass der Baustein CAS 2 fähig sein sollte.



CAS (Column Adress Strobe) ist ein wichtiger (aber nicht der einzige) Wert der Speichertimings. Je niedriger diese Latenzwerte sind, desto besser ist der Speicherdurchsatz (bei gleicher Taktung), 2 oder 2.0 ist besser/schneller als die gängigen 2.5. Dafür (wesentlich) mehr Geld ausgeben würde ich bei SDR-SDRAM nicht. Heutige Riegel schaffen in der Regel problemlos schärfere Timings als die spezifizierten, und dann ist der Unterschied allenfalls noch messbar. Wenn man übertakten will, sind die Aussichten bei schnelleren Modulen natürlich besser.



3.Manchmal lese ich auch Angaben wie 64M16 oder 8Mx8 oder ähnlich. Was bedeuten diese???



Das sind Bezeichnungen für die Organisation der Module und die Dichte und Organisation der Chips, die auf dem Modul verbaut wurden. Das M steht für "Meg" bzw. "Mbit" (Megabit = 1024 Kilobit oder 2^10 Kilobit = 1048576 Bit oder 2^20 Bit), die Zahl davor für die Kapazität in Meg, die Zahl danach für die Organisation des Moduls oder für die innere Organisation des Chips und das x (fakultativ) für "mal". Ein 64Mx16-Modul hat auf jeder Seite 8 Chips mit einer Kapazität von 64Mbit, also eine Gesamtkapazität von 64Mbit*16=128MB (MegaByte, 1 Byte = 8 Bit). Ein 8Mx8-Chip hat entsprechend 8 MB, ein Single Sided Module mit 8 solcher Chips (64Mx8) also 64 MB, ein Double Sided Module mit 16 Chips (64Mx16) 128 MB. Leider gibts jetzt da noch "Unter- und Überformen" der inneren Organisation (bzw. Adressierung), die ich bisher schlicht nicht verstanden habe. Und weil jeder Chipsatz und auch seine konkrete Implementierung auf einem bestimmten Board bei der Adressierung Grenzen hat, passt eben nicht jeder Riegel auf jedes Board, auch wenn seine Kapazität stimmen würde. Kann ein Board nur x4-Chips adressieren, dann erkennt es von unserem Beispiel (x8-Chips) im besten Fall die Hälfte des Speichers (siehe Antwort von Gaga) und im schlechtesten Fall läuft gar nichts mehr. Unseligerweise wird dann in Foren oft verkündet, in PC100-Boards würden PC133-Module nicht laufen und ähnlicher Unsinn. Die Unverträglichkeit liegt bei richtig spezifizierten Modulen und Boards immer im zulässigen Adressenbereich, der leider selten gut dokumentiert ist.



4. Lohnt ein Markenspeicher wie Infineon, der meist teurer ist?



Meine bescheidene Meinung: Für deinen Medion ganz bestimmt nicht. Wichtig ist, dass der Speicher passt, und das hat mit Marke oder NoName nichts, aber auch gar nichts zu tun.

Es wurde ein Problem festgestellt. Windows wurde heruntergefahren, damit der Computer nicht beschädigt wird.

Ach ja: Da es Sie als Ober-DAU identifiziert hat, wird es Ihnen künftig den Zugriff verweigern,
damit Sie nicht noch mehr Dummheiten anstellen.

Sic!
(Meine Windows eXPerience...)


geschrieben von

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