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Smiley Nachschlag zum Thema Auflösung, TFT, Treiber
Wie jetzt hoffentlich allgemein bekannt ist, haben Bildsichtgeräte wie TFTs im Gegensatz zu CRTs (Röhrengeräte, also herkömmliche Monitore) eine feste vorgegebene Auflösung. Das bedeutet, daß sie in dieser einen bestimmten Auflösung eine enorme Schärfe zeigen: jeder Pixel wird EXAKT angezeigt.



Das Problem beginnt, wenn jetzt aber andere als diese native Auflösung dargestellt werden soll.

Mit zu großen Auflösungen ists noch leicht geklärt: weil einfach mehr Punkte dargestellt werden müßten als physikalisch auf dem Schirm zur Verfügung stehen, kann dieses Bild nicht im Gesamten angezeigt werden. Stattdessen sieht man nur einen Ausschnitt aus dem Gesamtbild, der Rest erschließt sich durch Scrolling. Damit aber eins klar ist: das Bild bleibt dabei knackscharf.

Man muß also das Bild hin und herrollen: Man kann z.B. unmöglich gleichzeitig bei den Standard Windows Einstellungen die Titelleiste eines maximal großen Fensters sehen und die Windows Taskleiste am unteren Rand. Effektives Arbeiten wird damit also zur Qual.



Anders ist das Verhalten bei kleineren Auflösungen als der Nativen.

nun sind zwei Lösungen möglich: exakte Anzeige der Punkte, oder aber Vollbild.

Fangen wir mit der exakten Darstellung an. Annahme: Bildschirm ist XGA (1024x768), angesteuerter Bildmodus von der Grafikkarte ist aber SVGA (800x600). Nun werden einfach die 800x600 Punkte mittig dargestellt, und drumherum werden die überzähligen Pixel schwarz geschaltet. Man hat also rundum einen schwarzen Trauerand, ein Guckloch. Der Rand wird selbstverständlich umso größer, je kleiner die Auflösung des angezeigten Bildes ist. Wer also versucht 320x200 Pixel auf XGA in diesem Modus darzustellen, hat mehr Rand als Bild.

In diesem Modus bleibt das Bild genauso scharf, wie in der nativen Auflösung, was hoffentlich jedem einleutet.



Will man nun aber den gesamten Bildschirm (also Vollbild) mit zu kleinen Auflöungen nutzen, so muß das Bild angepaßt (skaliert) werden. Um beim Beispiel zu bleiben (SVGA auf XGA im Vollbild): die 800 horizontalen Bildpunkte müssen auf 1024 Pixel hochgerechnet werden. Was tun ? Einfach nur 800 mit 1,28 multiplizieren ? Das würde bedeuten, daß das XGA Display nun für jeden Pixel aus dem Originalbild 1,28 Pixel darstellen müßte. Kann es aber nicht: entweder ein Pixel oder zwei. Aber nichts dazwischen. Also werden jetzt mathematische Routinen verwendet, die das unmögliche wahr machen müßen. Es entsteht ein Bild, das sehr von den dahinterstehenden Routinen abhängt. Fakt bleibt aber, daß es nicht exakt gelingt. Man bemerkt Unregelmäßigkeiten, gerade bei Details und Text. In praktisch allen Fällen wird man bei dieser Vollbilddarstellung eine deutliche Unschärfe gegenüber der nativen Auflösung bemerken. Für einfache Dinge wie schnelle Spiele reicht dieser Modus ganz gut aus, da stört das Ganze nicht sonderlich. Zudem erhält man so ganz umsonst ein Anti-Aliasing und entlastet somit die eh schwächlichen Notebookgrafikkarten.

Für Office Aufgaben sollte man aber diesen Modus aber unbedingt meiden. Am besten ist es einfach mal einen TFT mit VGA (640x480) oder SVGA (800x600) Punkten anzusteuern, und selbst zu beurteilen, ob man mit so einem milchigen Bild arbeiten möchte.



Das führt zur Schlußfolgerung, das beim Notebookkauf unbedingt darauf geachtet werden sollte, welche Auflösung zu den eigenen Aufgaben paßt. Für einen Zocker macht es z.B. im Regelfall keinerlei Sinn ein SXGA+ Display zu wählen, weil diese Auflösung von vielen Spielen nicht angeboten wird. Eben dann steht man vor der Problematik: Trauerrand oder Unschärfe ?







So noch ein paar Sätze zu Treibern.

diese erlauben auszuwählen, welche Darstellung (Trauerrand/Vollbild) gewünscht ist. Darum geht es hier aber nicht.



Wer mal den Standardgrafiktreiber (Detonator/Catalyst) vom Hersteller des im Notebook verbauten Grafikchips eingesetzt hat, hat vielleicht schon mal bemerkt, das da nun mehr und auch vor allem höhere Auflösungen angeboten werden, als mit den Treibern vom Notebookhersteller. Das liegt daran, daß die Treiber für Desktopsysteme ausgerichtet sind und somit Eigenheiten wie Stromsparmodus (Powermizer/Powerplay) nicht oder nur unzureichend unterstützen. Desweiteren führen höhere Auflösungen als physikalisch auf dem TFT darstellbar nur zu dem oben erwähnten Scrolling: man sieht immer nur einen Ausschnitt. Das bringt nichts, und deswegen werden solche Auflösungen bei den Treibern vom Notebookhersteller deaktiviert. Zumeist erfolgt dabei auch eine Beschränkung der möglichen Modi (braucht wer ne 1152 Auflösung aufm TFT ?), oder aber im Fall von Widescreen Bildschirmen eine ANPASSUNG. Diese Widescreen Modi fehlen zumeist in den Treibern von Detonator/Catalyst. Somit ist man im Falle des Besitzes eines Widescreennotebooks voll auf seinen Hersteller angewiesen. Oder man ist so begabt und bewandert, so daß man die fehlenden Auflösungen in die Originaltreiber mit einfügt. Hat man aber Pech, nämlich ein Breitbildgerät und zudem mangelhaften Treibersupport vom Notebookhersteller, bleibt außer selbst Hand anzulegen wenig übrig. Ich kann mich noch gut an die verzweifelte Frage eines Gericom Breitbild Besitzers hier im Forum erinnern. Die Gericom Treiber waren von anno dazumal (und anscheinend in manchen Situationen fehlerhaft), die Detonator Treiber von der nvidia Homepage nutzten dagegen immer nur einen 4:3 Ausschnitt seines Displays (also schwarze Ränder links und rechts).



In diesem Sinne wählt gut, denn das Display (Auflösung und Format) bleibt euch das ganze Notebookleben erhalten.

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