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Smiley Re: Gehaltsverhandlung: Boni ausser Cash?
Auszug aus Finanztest spezial „Steuern 2000“:„Vor allem gut verdienenden Arbeitnehmern bietet sich auch eine Direktversicherung als Extra zum Gehalt an. Das ist eine Lebensversicherung, die der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer abschließt und für die er die Beiträge zahlt. Anspruch auf die Leistungen hat dann im Versicherungsfall oder am Laufzeitende der Arbeitnehmer oder seine Familie.Infrage kommt der Abschluss von Kapital-, Risiko- Renten-, fondsgebundenen Lebensversicherungen oder von bestimmten Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherungen. Die Beiträge für diese Versicherungen sind zwar steuerpflichtiger Arbeitslohn. Der Arbeitgeber kann sie aber bis zum Jahresbeitrag von 3408 Mark pauschal mit 20 Prozent besteuern. Das ist vor allem für Arbeitnehmer mit hohem Grenzsteuersatz attraktiv, die für eine Lohnerhöhung 30, 40 oder sogar 50 Prozent Steuern zahlen.Die Voraussetzungen für die 20-prozentige Lohnsteuerpauschalierung sind:- Der Arbeitgeber muss die Versicherung auf das Leben des Arbeitnehmers abschließen, der später Anspruch auf die Versicherungsleistung hat,- der Versicherungsvertrag muss bis zum 60. Lebensjahr laufen und darf nicht vorzeitig kündbar sein,- die Leistung im Todesfall muss über die gesamte Vertragsdauer mindestens 60 Prozent der Summe der laufend zu zahlenden Beiträge ausmachen und- der Arbeitnehmer darf kein Recht haben, die auf ihn abgeschlossene Versicherung abzutreten oder zu beleihen.Bei der Gehaltsabrechnung gibt es dann zwei Möglichkeiten:Die Firma kann die Beiträge zusätzlich zum Gehalt zahlen oder vom Arbeitslohn abziehen. Auch die Pauschalsteuer kann der Chef selbst oder der Arbeitnehmer zahlen. Zieht die Firma den Versicherungsbeitrag vom Arbeitslohn ab, sind dafür auch Sozialversicherungsbeiträge fällig, wenn die Beitragsbemessungsgrenzen noch nicht überschritten sind. (Bis zu dieser Höhe sind für monatliche Bruttogehälter in diesem Jahr Sozialabgaben fällig: Kranken-/ Pflegeversicherung – alte/ neue Bundesländer 6450/5325 Mark; Renten-/ Arbeitslosenversicherung 8600/7100 Mark.) In diesem Fall sind nur Direktversicherungsbeiträge, die aus Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeldern, 13. Monatsgehältern oder Tantiemen finanziert werden, abgabenfrei.FINANZtest Extra Direktversicherungen:Direktversicherungen sind nicht immer ein Volltreffer. Oft müssen Arbeitnehmer die Beiträge dafür vom Arbeitslohn abzwacken und auch die 20-prozentige Pauschalsteuer nebst Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer aus eigener Tasche bestreiten.Seit 1. April 1999 gibt es einen weiteren Nachteil: Die selbst bezahlten Steuern gehen nicht mehr vom Arbeitslohn ab. Zahlen Arbeitnehmer für die Direktversicherung den Höchstbetrag von 3408 Mark im Jahr oder 284 Mark im Monat, müssen sie neuerdings jeden Monat rund 60 Mark mehr versteuern. Damit sind Direktversicherungen für Arbeitnehmer mit relativ niedrigem Einkommen und entsprechend geringem Grenzsteuersatz in diesem Fall noch unattraktiver. Bei mittleren und hohem Verdienst winken dagegen immer noch Steuervorteile. FINANZtest hat in der Ausgabe 7/99 vorgerechnet, wie sich die Änderung auswirkt Interessierte Leser können den kompletten Bericht per Faxabruf bis Ende Mai unter der Nummer 0 180 5/ 88 76 84 40 abrufen (2 Seiten, 24 Pfennig pro Minute).“MfGJoachim Kühnel

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