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Smiley Ich glaube Du bringst da einiges durcheinanander!
Hallo erstmal!



Lerne bis xhtml 1.0 strict und validiere das. Damit stehts du auf dem level von html 4.01 und bist auf dem aktuellesten Stand. Vergiss xhtml erstmal.



XHTML (das wirkliche also kein xhtml 1.0) kann nur dann tatsächlich als

XML verarbeitet werden (z.B. von einem XML-Parser), wenn es

als application/xhtml+xml ausgeliefert wird. (ob mit Dateiendung xhtml oder .htm oder was auch immer ist egal).Das können jedoch

die meisten Browser nicht verarbeiten. Damit die Browser solche

Seiten lesen können, liefern wir sie als text/html aus - aber

dann bräuchte die Seite streng genommen auch kein XHTML zu sein.

HTML 4 würde ausreichen.



Deshalb gibt es eine Ansicht, die sagt, XHTML mit text/html wäre

keine gute Idee. Das W3C unterstützt diese Ansicht allerdings in

dieser Form nicht. Es empfiehlt zwar die "korrekte" Auszeichnung

- läßt aber die Auszeichnung als text/html zu.



Wenn du XHTML als 'text/html'

auslieferst, machst du nichts anderes, als dich darauf zu verlassen, daß

die Browser sich technisch falsch verhalten. Und zwar alle, die deine

Seite je sehen! Ich halte das nicht unbedingt für guten Stil.





Der Grund, warum ich die Auszeichnung mit *XHTML 1.0 strict*

für sinnvoll halte, ist nicht

technischer, sondern praktischer Natur. Die Validierung eines

Dokuments gegen diese DTD stellt sicher, daß der Code auf dem

aktuellsten Stand der Entwicklung ist und die Trennung von

Content und Layout weitestgehend eingehalten wird. Das ist in

meinen Augen mehr, als 4.01 strict zu bieten hat.



Dazu kommt, aber mit geringerem Gewicht, das

Kompatibilitätsargument: Falls die Browser eines Tages

application/xml bewältigen und wir auf diesen Mime-Type

umstellen können, geht das von XHTML 1.0 *strict* aus etwas

leichter als von HTML 4.01 strict aus - obwohl auch hier Verblödungs-Tools

wie Tidy viel Arbeit übernehmen. Ob genug Browser jemals

application/xml lernen und ob wir nicht bis dahin mit XHTML 2.0

zu tun haben, steht auf einem anderen Blatt.



Ich habe hier mehrmals *strict* betont. Der

*praktisch/didaktische* Gewinn der Arbeit mit XHTML 1.0 für den

Entwickler kommt nämlich nur dann voll zum tragen, wenn er gegen

*strict* validiert. Bei "transitional" schrumpft dieser Vorteil

weitgehend darauf, daß man sich rechtzeitig daran gewöhnt, alle

Elemente bzw. ihre Tags sauber abzuschließen.



Du kannst mit HTML fast alles so auszeichnen, wie in XHTML; und du kannst

umgekehrt auch mit XHTML Strict oder 1.1 das ekligste Markup produzieren

(Tabellenlayout, und ähnlichen Unsinn). Letztlich

entscheidet nicht die Wahl der Markup-Sprache, sondern dein Umgang damit.

Die Kompatibilitätsrichtlinien in XHTML 1.0 halten viele, die deutlich

mehr als ich von dieser Geschichte verstehen, für einen schlechten Witz.



Und praktisch alle Browser werden auch in zehn oder zwanzig Jahren noch

HTML verstehen. Wenn du bedenkst, in welchen Abständen Webseiten

aktualisiert werden und welch mächtige Tools zur automatischen

Konvertierung heute schon bereit stehen, ist auch das

"Migrations-Argument" faktisch leer.



Ich kenne nur einen wirklich guten Grund, gelegentlich XHTML einzusetzen:

Im XML-Parser Mozillas und Operas sind kaum Fehlerroutinen enthalten; bei

sehr, sehr umfangreichen Dokumenten merkt man den

Geschwindigkeitsunterschied beim Rendering. Natürlich nur, wenn der

Mime-Typ nicht 'text/html' ist.



Ergo: Arbeite dich in xhtml 1.0 strict ein und validiere jedes erstellte html Dokument. Nur so garantierst Du das Du auf dem aktuellsten Stand der Codierung bist.



Schönen Gruß

_heinz









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