title image


Smiley Re: Und wie ist das jetzt mit der Impedanz?
Impedanz: Frequenzabhängiger Widerstand. Z.B. beim Lautsprecher, ein 4-Ohm-Lautsprecher darf nach Norm ein Impedanzminimum von 3,2 Ohm haben. Diesen Tiefpunkt erreicht er etwas oberhalb seiner Resonanzfrequenz, also im Prinzip bei der niedrigst möglichen Frequenz (man lässt Lautsprecher kaum mal unterhalb der Resonanzfrequenz arbeiten). Allerdings wird durch die Generatorwirkung des Lautsprechers bei Resonanzschwingungen ein Gegenstrom erzeugt, der die Impedanz bei der Resonanzfrequenz ansteigen lässt. Hin zur höheren Frequenzen steigt die Impedanzkurve auf Werte, die ein Vielfaches von 4 Ohm betragen. Bei hohen Frequenzen wird der Lautsprecher also von viel weniger Strom durchflossen. Bei höheren Frequenzen erzielt er den gleichen Schalldruck nur, weil bei höheren Frequenzen der Schalldruck auf der Lautsprecherachse gebündelt wird. Die Kunst des Lautsprecherbaus ist z.B. der Ausgleich von Bündelung und abnehmender Stromstärke, sodass linearer Frequenzgang auf der Lautsprecherachse entsteht.



Die Impedanz beim Lautsprecher setzt sich aus einem ohmschen Widerstand der Lautsprecherspule (vielleicht 3 Ohm) und frequenzabhängiger Wirkung der Induktivität zusammen. Die Formel für den induktiven Widerstand lautet: Ri = 2 Pi x Frequenz x Konstante. Diese Bauteilkonstante heißt Induktivität und ist vor allem von der Windungszahl abhängig. Im Magnetfeld der Spule wird Energie gespeichert. Bei Stromschwankungen (Wechselspannung, Tonspannung), gibt es Energieschwankungen und diese Schwankungen wirken auf die Spule zurück. Es wird ein entgegengesetzter Strom induziert (Gegeninduktion). Solch ein Strom erscheint als Widerstand. Mit steigender Frequenz kommt zum Gleichstromwiderstand ein induktiver Widerstand dazu.



Kondensatoren im Signalweg haben eine gegensätzliche Wirkung. Kleine Kondensatoren (Kapazitäten) schwächen durch ihren frequenzabhängigen Widerstand die tiefen Frequenzen.



Bei Soundkarte und Stereoanlage hast Du es eher mit festen Widerstandswerten zu tun, als mit Impedanzen, auch wenn traditionell der Impedanzbegriff benutzt wird (und auch für sehr niedrige und sehr hohe Frequenzen zutrifft). Es werden einfach Widerstände an den Verstärkerausgang oder Verstärkereingang geschaltet, die alle denkbaren Impedanzeinflüsse überwiegen. Die Sache funktioniert mehr als gut genug, wenn der Eingangswiderstand des nachfolgenden Verstärkers etwa 10-mal höher ist, als die Ausgangsimpedanz der Vorstufe. Um trotz der Widerstände passende Pegel hinzubekommen, wird gelegentlich verstärkt, nicht immer kommt man mit Übertragertrafos hin. Der Nachteil von Übertragertrafos: Sie können den Klang beeinflussen. Da sind ja Spulen gewickelt und die haben eine Impedanz, einen frequenzabhängigen Widerstand, sie beeinflussen im Prinzip den Frequenzgang, weil die Widerstandswirkung unterschiedliche Frequenzen auch unterschiedlich trifft (dämpft).

geschrieben von

Login

E-Mail:
  

Passwort:
  

Beitrag anfügen

Symbol:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Überschrift: