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Smiley Re: Auslagerungsdatei & RAM-Nutzung optimieren...???
Bei den Registry-Änderungen schließe ich mich den anderen hier vorbehaltlos an: Es gibt keinen Grund, an der Registry zu pfuschen, um Performanceänderungen jenseits der Meßgenauigkeit zu erzielen.



Was die Auslagerungsdatei angeht, habe ich einen Tipp, den ich auch vor längerem schon mal in fast dieser Form in der c't so vorgefunden habe:

Ich habe vieles ausprobiert, auch mit zusätzlichen Festplatten, mehreren Partitionen, etc. PP.

Es ist vollkommen sinnlos, die Auslagerungsdatei auf eine andere Partition zu verlagern, eine feste Größe von (je nach Hauptspeicherausbau und Anwendungsgebiet) der ein- bis dreifachen RAM-Größe ist viel sinnvoller, um eine Fragmentierung zu verhindern. Bei Dir schlage ich 1 bis 1,5 GByte vor, da Du mit großen Datenmengen arbeitest. Dies sollte - wie Du schon geschrieben hast - bei defragmentierter Platte passieren, um überhaupt einen Effekt zu erzielen.

Alle weiteren Performance-Spielereien an der Auslagerungsdatei bringen höchstens Performancesteigerungen im Promille- oder (wenn Du verdammt viel Glück und ein verkorkstes System hast) im einstelligen Prozentbereich!!! Man kann über Windows viel sagen, aber die Speichermanagementtechniken sind recht gut.



Wenn Du wirklich was dran machen willst, gibt es nur einen Tip, der wirklich etwas bringen kann: Die Auslagerungsdatei sollte in der meistgenutzten Partition auf der schnellsten Platte (bei mehreren gleich schnellen Platten auf der am wenigsten genutzten Platte) liegen

Dafür habe ich sogar 'ne Begründung:

Die meistgenutzte Partition deshalb, weil die Wahrscheinlichkeit, daß die Kopfbewegungen dabei geringer ausfallen, am höchsten sind - die Köpfe der Platte werden mit höchster Wahrscheinlichkeit schon über dieser Partition schweben, wenn auf die Auslagerungsdatei zugegriffen wird. Alle anderen Anordnungen können nur längere Zugriffszeiten bedeuten - selbst eine spezielle Swap-Partition am Anfang der Platte (also in der schnellsten Medienzone) kann diesen Vorteil nicht mehr aufwiegen! Man bedenke: Es geht hier nicht um große Datenmengen, die am Stück übertragen werden, sondern um einzelne, innerhalb der Auslagerungsdatei verstreut gespeicherte Speicherseiten der Größe 4 KByte! Daher bringt übrigens das Defragmentieren der Auslagerungsdatei auch keine übermäßigen Performancegewinne - Windows weiß, wo auf der Partition welche Speicherseite liegt und steuert sie direkt an.

Auch eine Auslagerungsdatei auf einer ansonsten ungenutzten, aber nicht so schnellen Platte bringt meßbare (wenn auch kaum spürbare) Nachteile, daher immer die schnellste Platte. Wenn mehrere Platten gleich schnell sind, solltest Du die am wenigsten genutzte Platte deshalb nehmen, weil diese mit größerer Wahrscheinlichkeit gerade nichts anderes zu tun hat, und daher die Seitenein- oder -auslagerung am schnellsten ausführen kann. Keine Sorge, die Platte geht nicht in Standby, während Du mit dem Rechner arbeitest, und wenn doch: Stell das Herunterfahren der Platten in den Energieoptionen ab - eine Platte geht immer nur beim Anfahren kaputt, Du erhöhst damit also faktisch sogar die Lebensdauer der Platte (kein Witz!)...



Dei Auslagerungsdatei beim Herunterfahren "säubern" zu lassen, brauchst Du eigentlich nur, wenn Du extrem geheime Daten auf der Platte hast und so paranoid bist, es könnte sich jemand die Auslagerungsdatei durchlesen... Bei 1 GByte eine Aufgabe für einen der Vater und Mutter erschlagen hat!

Performancevorteile bringt das nicht, es kostet nur Zeit. Die Auslagerungsdatei wird vom System im RAM verwaltet, das heißt, es ist dem System scheißegal, was in der Datei drinstand. Solange ein Block vom System noch nicht verwendet wurde, wird er auch nicht gelesen, und wenn er verwendet wurde, steht auch ein für das System sinnvoller Wert drin...
A trainstation is where a train stops. What the hell is a workstation?

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