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Smiley Re: Auf zur nächsten Runde; feedback zu meiner Seite Teil 2
Hallo Alex0303,



>Also ich werde doch wohl Tabellen auf eine gewisse Größe anpasen dürfen! wenn man mit 800 mal 600 schaut muss man damit leben das scrolbalken auftauchen. Wir leben im mind 17" Monitor Zeitalter!



Am besten ich erzähl mal auf der Erfahrungskiste. Für Dich ist logischerweise eins klar:



Du hast einen n Zoll Monitor (und nur einen), welcher an eine Grafikkarte angeschlossen ist, die ihrerseits nur von einem Betriebsystem (Windows, vermute ich mal) nur bei einer dazu fixen physikalischen Auflösungsstufe genutzt wird und dazu das Browserfenster im Vollbildmodus.



Merkst Du etwas? Da sind aber eine ganze Menge Annahmen, die Du machst!



Du forderst zunächst einmal ,daß *überhaupt* ein Monitor existiert. Für Dich mag es zunächst sinnfrei erscheinen, Dir ein System ohne Bildschirm vorzustellen, aber selten sind sie keineswegs: Jeder Sehbehinderte nutzt Systeme, die akustisch gesteuert und nicht optisch gesteuert sind - solche Systeme müssten den begriff "Auflösung" erst im Wörterbuch nachschlagen. Außerdem sind z.B. Systeme im fahrenden Auto denkbar, die akustisch gesteuert werden - wer immer auf den Bildschirm sehen müsste könnte nicht auf den Verkehr aufpassen. Solche Dinger sind bereits in Erprobung. Und dann ist da ja noch der Drucker - das ist ja auch kein Bildschirm, sondern eine völlig andere Form der Ausgabe.



Als nächstes machst Du Annahmen über die reale *Größe* der Bildschirmfläche (in cm). Was verleitet Dich dazu? Schon mal was von Subnotebooks, PDAs, Handys mit integriertem Browser etc. gehört? Einige dieser Systeme haben eine reale Bildfläche, die vielleicht gerade 6-7 cm Bildschirmbreite erlauben. Und dann gibt es noch Systeme, bei denen zwei Bildschirme an ein und derselben Grafikkarte hängen. Dabei teilt sich jeder Monitor dann einen Bildbereich des Desktops. Solche Systeme haben eine effektive Bildschirmbreite von 60 cm und mehr. Also ist auch dieser Annahme der Boden entzogen.



Dann machst Du Annahmen über die Anzahl an Pixeln die auf der Bildfläche dargestellt werden könnten (physikalische Auflösung in breite mal Höhe). Doch was nutzt Dir die, wenn Du nicht weißt wieviel Du tatsächlich nutzen kannst? Es gibt keine Möglichkeit, weder in HTML noch in CSS noch sonstwie, herauszufinden wieviel der Fläche vom aktuellen Fenster tatsächlich eingenommen wird. Im Extremfall kann eine physikalische Auflösung von 1024 X 768 eingestellt sein, im Fenster aber nur 200 X 100 nutzbar sein! (Was gleich zum nächsten Problem führt: Der Annahme, das Fenster liefe stets im Vollbildmodus). Und ach ja: 768 Pixel erreichst Du selbst unter Windows nie, jedenfalls nicht mit dem Browser: Die Taskleiste unten nimmt mindestens 30-40 Pixel an Höhe ein und macht damit Sätze wie "Optimiert für 1024 X 768" zu einem schlechten Witz. Verstehst Du?



Und als letztes die Betriebsysteme: Welcher Dünkel treibt Dich, anzunehmen die Seite laufe (1) unter einem x86-basiertes System und (2) unter Windows? Schon mal was von Linux gehört? Auf dem PC? Auf der XBox? Auf der Alpha-Plattform? Von MacOS unter 68K-Prozessoren bzw. auf G3-Rechnern? Von SunOS auf der UltraSparc-Plattform? Das sind alles respektable Betriebsysteme und Plattformen die eine entsprechende Berücksichtigung verdienen. Viele Leute, die solche Systeme einsetzen, sind technisch hoch versiert und respekatble potentielle Kunden.



Welcghen Ausweg gibt es? Ganz einfach: Nimm am besten gar nichts an und arbeite mit wirklich logischem Markup sowie einer strikten Trennung von Auszeichnung und Layout mit CSS. verwende stets relative Größenangaben wie etwa % im CSS (pt und px setzen Annahmen voraus, die Du nicht machen *kannst*), und überlasse die letztendliche Entscheidung wie etwas dargestellt wird dem Browser des Benutzers - denn dieser ist darauf ausgerichtet, das Beste aus Deiner Seite zu machen. Schau Dir SelfHTML und z.B. diese Designvorlagen (Templates) oder diese hier mal an. Die zeigen sehr schön, wie man ansprechende mehrspaltige Designs mit purem CSS Tabellen- Frames- und Javafrei erledigen kann. Schau Dir die Quellcodes an und lerne. Befasse Dich außerdem mit dem Lynx Browser und anderen alternativen Browsern.



Viele Grüße

OHW



Die Fähigkeit eines Tiers Schaden zu stiften, ist proportional zu seiner Intelligenz. Der Mensch hält auch hier die Spitze. [Konrad Lorenz]

In Gedenken an Desirée

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