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Smiley Re: Computer bleibt beim Herunterfahren hängen?!
ShutDown-Probleme & Lösungen



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Zusammenfassung des Artikels "Windows ohne Ende" von Patrick Brauch

c't, Heft 8/2001, S.238-241

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1. Start > Ausführen > msconfig > Allgemein > Weitere Optionen > Schnelles Herunterfahren deaktivieren: Häkchen setzen



2. Patch für Win98SE

http://www.microsoft.com/windows98/downloads/contents/WURecommended/S_WUFeatured/Win98SE/Default.asp



Dieser Patch führt die Option von Nr.1 durch, macht sie unzugänglich und tauscht einige Dateien aus.



3. Sind die Hardwaretreiber für die jeweilige Windows-Variante (95 / 98 / ME) optimiert?



4. Einmal im abgesicherten Modus starten: Beim Booten so lange die Strg-Taste gedrückt halten, bis das Bootmenü erscheint, abgesicherten Modus auswählen).

Dann den Computer herunterfahren. Tut er das wieder nicht ordnungsgemäß, ist vermutlich eine Hardwarekomponente schuld; welche, kann nur durch Experimentieren herausgefunden werden.

Auch eine Neuinstallation von Win hat in diesem Fall schon öfter mal geholfen.



5. APM: Advanced Power Management = häufig Verursacher von ShutDown-Problemen. Deaktivieren an folgenden Stellen: Im BIOS, in der Energieverwaltung der Systemsteuerung und im Gerätemanager (Systemsteuerung > System) der Eintrag "Unterstützung für Advanced Power Management".

Win 95: Eintrag ganz entfernen

Win 98: Deaktivieren über das Fenster "Eigenschaften"



6. Eine Sound-Datei, die beim Beenden von Windows abgespielt werden soll, fehlt oder ist beschädigt.



7. Überfülltes Verzeichnis für temporäre Dateien: C:\windows\temp und C:\windows\temporary internet files



8. Verbundene Netzlaufwerke, die nicht getrennt wurden:

Dafür folgende shutdown.bat, von der man sich eine Verknüpfung auf den Desktop oder ins Startmenü legen kann.



@echo off

choice /t:n,5 Netzlaufwerke trennen, Windows beenden?

if errorlevel 2 goto nichmachen

net use * /delete

rundll32 shell32.dll,SHExitWindowsEx 1

:nichmachen



9. Diverse Häkchen:

Systemsteuerung > System > Leistungsmerkmale > Dateisystem > Problembehandlung:

Alle Häkchen setzen, ausprobieren, ob's geholfen hat und der Rechner nun herunterfährt.

Sowieso sollte das Häkchen bei "Verzögertes Schreiben..." gesetzt sein.



10. Auf DOS-Ebene:

Der Befehl zum Laden des Memory-Managers emm386.exe fehlt. Eigentlich kann er ruhig fehlen, aber manchmal ist das Fehlen Schuld am Nicht-Herunterfahren. :(

Lösung:

Datei config.sys mit Start > Ausführen > sysedit öffnen.

Die ersten Zeilen sollten lauten:



device=c:\windows\himem.sys

device=c:\windows\emm386.exe noems ram

DOS=high,umb



11. Nochmal DOS:

Probeweise in den Startdateien config.sys und autoexec.bat alle Einträge mit einem vorangestellten REM [Leerzeichen] deaktivieren. Einzige Ausnahme: Wer den Festplattenkomprimierer Drivespace für sein Laufwerk C: benutzt, darf diesen nicht deaktivieren.

Neustart des Systems; wenn der Rechner jetzt erfolgreich herunterfährt, kann man durch Entfernen von REM nach und nach feststellen, welcher Eintrag der Schuldige ist. Hauptverdächtig sind: Antiviren-Software, die vor dem Start von Win schon läuft und Treiber für ältere SCSI-Adapter.



12. Hintergrundprogramme:

Antiviren-Software, Terminplaner, Firewall...

Win 98: Den Autostart dieser Programme mal probeweise abschalten in Start > Ausführen > msconfig > Autostart: Häkchen wegklicken.

Win95: Start > Ausführen > sysedit: Datei win.ini, Abschnitt [Windows], Einträge bei "run= " und "load= ". Außerdem in der Registry im Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\software\microsoft\windows\CurrentVersion\run bzw. ...runServices.

Im Schlüssel HKEY_CURRENT_USER gibt es denselben Schlüssel nochmal: da also auch nachsehen, exportieren und probeweise löschen.



13. Bootlog.txt

Beim Start die Strg-Taste solange festhalten, bis das Bootmenü erscheint. Option "Protokolliert" wählen. Beim Hochfahren und beim herunterfahren werden jetzt alle Vorgänge in die Datei C:\Bootlog.txt geschrieben. Die ist aber versteckt. Deshalb muss man zuerst in Explorer > Ansicht > Ordneroptionen > Ansicht die Anzeige aller Dateien, auch der versteckten, aktivieren.

Am Ende der Datei Bootlog.txt stehen jeweils paarweise Einträge des Typs:

Terminate=xyz

EndTerminate=xyz

Fehlt der EndTerminate-Eintrag, dann hat man einen Anhaltspunkt, wo es haken könnte.

Beispiele:

*ResetDisplay > Grafikkarte (neuer Treiber, evtl Karte tauschen, Abschalten des VideoShadowing im BIOS)

*win32 > Eine 32-Bit-Anwendung ist Schuld. Vor dem Herunterfahren alle Progs manuell beenden. Austesten, welche Anwendung es ist.

*QueryDrivers > Speicherprobleme. RAM-Bausteine, Speichermanager, Speicher-Optimierer, defekte Dateien; MS empfiehlt Neuinstallation.

*UnloadNetwork > Netzwerktreiber aktualisieren

*RIT > Treiberprobleme (Sound, Maus...)

*Kernel > Naja, das bestätigt nur, dass Win nicht richtig runtergefahren ist.



14. Wenn gar nichts hilft: Treibertest in der system.ini

Win98: Start > Ausführen > msconfig > System.ini

Win95: Start > Ausführen > sysedit > system.ini



Im Abschnitt [386enh] alle Häkchen weg bzw. vor alle Zeilen einen Strichpunkt setzen (=deaktivieren).

Dann testen, ob's geholfen hat. Evtl. nach und nach die Häkchen wieder setzen bzw. den Strichpunkt entfernen, um den Übeltäter zu identifizieren.



15. ein Link für was zum Lesen:

http://www.aumha.org/a/shutdown.htm

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zusammengestellt von uteS

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