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Smiley Re: so-kill und dann?
Hallo seascout



Starte mit irgendeiner Windows-Startdikette in das entsprechende DOS-Betriebssystem.





Einleitung



Ich gehe in dieser Anleitung von einer Festplatte mit einem Volumen über 40 GB aus. Diese sollte man folgendermassen aufteilen:





C:\ => Betriebssystem, ca. 6 GB (nicht weniger als 4 GB!)

D:\ => Anwendungen, zwischen 8 und 15 GB, je nachdem, ob man viele grössere Programme (etwa Spiele) installieren möchte

E:\ => Private Daten, zwischen 1 und 5 GB

F:\ => Private Daten 2, ca. 12 GB extra für grosse Foto- oder Videofiles

G:\ => Downloads, ca. 500 MB

H:\ => Auslagerungsdatei, nicht kleiner als 1.3 GB







Viele Fragen sich, weshalb man die Anwendungen in eine separate Partition installieren soll, da nach einer Neuinstallation des Betriebssystemes auch diese neu installiert werden müssen.



Das ist soweit schon richtig. Diese Programme und Anwendungen kann man aber in dieselben Verzeichnise der separaten Partition installieren, die dabei zuvor getätigten Einstellungen, etwa Pfadangaben, Programmeinrichtungen usw., bleiben in den meisten Fällen erhalten. Das spart viel Arbeit, wenn man die installierten Programme nicht wieder von Grund auf neu einrichten muss. Und sollte es bei einer Anwendung nicht funktionieren, muss man nur das Verzeichnis löschen und nochmals installieren.



Es gibt jedoch einige wenige Programme, die vorher nicht nachfragen, wohin man sie installieren will und sich ungefragt in die Partition C: setzen ("C:\Programme\Tool"). Das ist auch nicht so tragisch.



Die Partitionierung war bis etwa Ende der 80ger Jahre nötig, weil damalige Systeme Festplatten nur bis zu einer bestimmten Grösse ansprechen konnten. Wurde eine mit höherem Volumen installiert, wurde die Platte entweder überhaupt nicht erkannt oder nur gerade so viel MB wie das System zu erkennen in der Lage war.



Deshalb teilte man sie auf, denn für die Betriebssysteme stellt jede Partition eine eigene Festplatte dar. Somit konnte man den gesamten Platz auch grösserer Platten trotz der Systembeschränkung vollumfänglich nutzen.



Heute jedoch dient die Partitionierung für diese drei Zwecke:





Sie dient der Übersicht. Man erkennt sofort, wo welche Daten sind.



Die Daten partitionierter Festplatten sind sicherer aufgehoben als Daten nicht partitionierter.



Geht etwa die Partition C:\ verloren, ist die Datenpartition nach wie vor vorhanden. Aber Vorsicht! Es kann auch die Partition mit den eigenen Dateien zerstört werden - eine Datensicherung auf externe Datenträger ist somit nach wie vor unerlässlich!



Auf aufgeteilte Festplatten kann schneller zugegriffen werden, sofern die Auslagerungsdatei in eine separate Partition verwiesen wird. Dort fragmentiert sie weniger schnell.



Einen weiteren Geschwindigkeitsschub erhält man, wenn man zwei Festplatten nutzt und die oben genannten Partitionen wie folgt verteilt:



C:\ und D:\ auf die erste und schnellere Festplatte, die restlichen Partitionen auf die zweite Festplatte.



Nun können Betriebssystemdaten von der ersten Festplatte gelesen werden, während gleichzeitig Daten der Auslagerungsdatei oder der privaten Daten von der zweiten gelesen werden können.







Partitionierung



Am DOS-Prompt angelangt tippst du den Befehl "fdisk" ein und bestätigst ihn mit der Return- bzw. Enter-Taste.



Nun gehe wie folgt vor, um deine Harddisk neu einzuteilen:





Du wirst gleich nach dem Aufruf dieses Tools gefragt, ob du die Unterstützung für grosse Laufwerke aktivieren willst. Übernimm die Voreinstellung mit "Ja."



Deiner Aussage nach hast du eine völlig leere Platte ohne eine einzige Partition. Über Punkt 4 kannst du dir die aktuelle Einteilung anschauen. Bei dir dürfte hier keine angezeigt werden.



Wird dennoch eine Partition angezeigt, lösche diese wieder über Punkt 3 aus dem Hauptmenü.



Mit der "ESC"-Taste gelangst du übrigens immer wieder zurück ins Hauptmenü, egal in welcher Menüebene du dich gerade befindest.



Jezt geht es wirklich los: Zuerst wird eine primäre, erste Partition erstellt über den Punkt 1 (DOS-Partition oder logisches Laufwerk erstellen). Im kommenden Untermenü wählst du wiederum Punkt 1 (primäre Partition erstellen).



Du wirst gefragt, ob du den gesamten Festplattenplatz für diese Partition verwenden möchtest. Verneine dies, indem du eine bestimmte Grösse (s. Einleitung) eingibst und diese bestätigst.



Damit hast du die erste Partition C angelegt.



Nachdem die primäre Partition erstellt worden ist, musst du nun wiederum aus dem Hauptmenü heraus Punkt 1 wählen und anschliessend Punkt 2 (Erweiterte DOS-Partition erstellen). Auch hier wirst du gefragt, ob du den gesamten (restlichen) Platz dafür verwenden möchtest. Hier bestätigst du, indem du den vorgegebenen Wert übernimmst (es wird also für die erweiterte Partition der restliche Platz beansprucht).



Ist diese erweiterte Partition fertig gestellt, wird automatisch eine logische Partition angelegt. Auch hier wieder wird zuerst gefragt, wie viel Platz diese Partition haben soll. Es geht hierbei (bei nur einer Festplatte im System) um das Laufwerk D. Gib wieder eine Grösse entsprechend meiner Anleitung in der obigen Einleitung ein.



Die logische Teilung wird erstellt.



Nun fähst du fort mit der Einteilung weiterer logischer Partitionen, bis du alle eingerichtet bzw. keinen Platz mehr hast. Das geht immer vom Hauptmenü aus über Punkt 1 (DOS-Partitionen oder logische DOS-Laufwerke erstellen) über den Punkt 3 (logische DOS-Laufwerke in der erweiterten Partition erstellen).



Schlussendlich musst du noch die primäre Partition bestimmen. Das ist die Partition, von der das OS (= Operating System, Betriebssystem) gestartet bzw. gebootet werden soll.



Wähle dazu aus dem Hauptmenü den Punkt 2 (Aktive Partition festlegen) aus. Auf dem folgenden Bildschirm wählst du dann die erste Partition aus (C:).



Ist das alles erledigt, starte das System mit der Tastenkombination "STRG" + "ALT" + "DEL" aus dem Hauptmenü heraus neu. Boote dann wieder zum DOS-Prompt mit der Startdiskette und formatiere alle Partitionen ("format x:" wobei "x" für die jeweilige Partition steht, also C, D, E usw.).



Beachte, dass du jede Partition vor der Installtion des OS formatierst, ansonsten könnte es irgendwelche Probleme geben.





Wenn du das Betriebssystm funktionstüchtig installiert hast, musst du noch den Pfad des Ordners "Eigene Dateien" auf die Partition E lenken. Dazu klickst du den Ordner mit der rechten Maustaste an und wählst "Eigenschaften" aus. Dort kannst du den Pfad eingeben: "E:\Eigene Dateien". Achtung! Zuvor musst du den Ordner "Eigene Dateien" auf Laufwerk D erstellen.



Auch die Auslagerungsdatei will umgelenkt werden, in diesem Beispiel auf die Partition H. Bei Windows 9x/ME musst du über "START => Einstellungen => Systemsteuerung -> System" im sich dann öffnenden Fenster das Register "Leistungsmerkmale" anklicken. Dort schliesslich den Button "Virtueller Arbeitsspeicher..." Nun kannst du das Laufwerk wechseln. Als Werte kannst du im Feld "Minimum" 450 MB eingeben und als Maximum 1250 MB.



Unter Windows 2000 Prof/XP musst du beinahe denselben Weg nehmen, aber anstatt des Registers "Leistungsmerkmale" musst du dich ans Register Erweitert halten. Dort klickst du den obersten Button Einstellungen an. Wechsle wiederum zum Register Erweitert. Zuunterst in diesem Dialogfenster findest du den Button Ändern. Klicke ihn an. Hier kannst du nun die entsprechende Partition anklicken und wiederum die weiter oben genannten Minimal- und Maximalwerte eingeben.



Wichtig: Bei Windows 2000/XP muss sich zur Wahrung der Systemstabilität auch im C: eine Auslagerungsdatei befinden, die Mindestgrösse wird vorgegeben, als Höchstwert addierst zu 200 MB dazu.



Vergiss aber nicht: unter diesen Systemen musst du dich zuerst über ein Konto mit Administratorenrechten anmelden, normale Benutzer und Hauptbenutzer können sonst solche systemnahen Eistellungen gar nicht erst ändern.



Damit du die Vorteile der Partitionierung auch nutzen kannst, musst du strikt darauf achten, Programme ausschliesslich in die Partition D und private Daten ausschliesslich in die Partition E und F zu installieren bzw. zu sichern (in diesem Beispiel).



Ich hoffe, ich konnte dir helfen.



Es grüsst dich





Daniel Reichen

Meine ICQ-Nummer: 119-039-036

  • Weitere Details über mich.

  • Andere Wege, um mich zu kontaktieren, findest du hier.




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