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Smiley Re: Vielleicht bin ich ja zu blond....
Du solltest erstmal die Begrifflichkeiten klären.



Was ist ein Proxy?



Ein Proxy ist nichts anderes als ein "Stellvertreter", welcher Deine Wünsche erfüllt. Proxys sind dienstabhängig - das heisst, der "Stellvertreter" für HTTP (das Browsen im Internet) kann nicht gleichzeitig auch Stellvertreter für den Dateitransfer (FTP) sein. Deshalb gibts verschiedene Proxys - HTTP-Proxy, FTP-Proxy u.s.w..



Im Detail sendet Dein Browser alle Seitenanfragen an den HTTP-Proxy. Dieser schaut in seinen Cache nach, ob er noch die Seite "vorrätig" hat und liefert sie Deinen Browser. Ist die Datei nicht im Cache des Proxys, wird er die Seite aus dem Netzt holen und sie dann Deinem Browser liefern. Vorteil eines Proxys: er anonymisiert, da nur er im Internet sichtbar ist (was hinter einem NAT-Router und privaten Netz aber eh schon passiert) - die Rechner, die er beliefert, treten nicht in Erscheinung - diese kommunizieren nur mit den Proxy und machen somit keine direkten Seitenabrufe im Internet. Zweitens wird der Proxy durch seinen Cache das Surfen u.U. beschleunigen.



Was ist ein Gateway?



Als Gateway im Sinne von TCP/IP versteht man schlichtweg einen Router. Mehr nicht. Ob ein Standard-Gateway eingetragen wird oder nicht, hängt von der Netztstruktur ab. Es hat im Grunde nichts mit dem Proxy zu tun. Natürlich kann man durch den Eintrag einer Route einen Proxy umgehen - dass das nicht geschieht, ist vor den Router ein Firewall zu setzen, der nur Anfragen vom Proxy direkt durchlässt. Aber das sind Sicherheitsfragen und recht komplex. Router und Proxy sind zwei verschiedene Dinge auf zwei verschiedenen Ebenen - haben miteinander nix zu tun (auch wenn es manchmal so aussieht, da Proxy-Software, Firewall und NAT-Router auf einer Maschine laufen und die Trennung nicht offensichtlich ist).



DNS?



Namensauflösung "Host-Name zu IP" im Internet oder LAN. Im Normalfall zu Hause hinter einen DSL-Router braucht man für sein lokales 3 Rechner-Netz keinen extra DNS-Server.

Aber man muss seinem Rechner sagen, über WEN er eine Anfrage zur Namensauflösung starten kann (denn die Auflösung muss er zwingend machen, oder kennst Du alle IPs im Internet? Ausserdem wechseln die IPs häufig, das DNS-System "verdeckt" dies,da der Name gleich bleibt). Dies ist der DSL-Router. Dieser leitet die Anfragen Deines Rechners weiter zum DNS-Server Deines Providers - der Provider-DNS kennt wieder andere DNS-Server (es ist ein hiraische Baumstruktur). Irgendwann ist der Name aufgelöst und Dein Rechner erhält als Antwort von dem DSL-Router die IP der Ziel-Rechners (Host).



In grösseren Netzen werden auch private DNS-Server betrieben, die für ein LAN zuständig sind - es ist einfach eine Frage der Benutzerfreundlichkeit des Gesamtsystems - oder kannst Du Dir 100 IPs merken? 100 Namen - gut strukturiert aber schon. Dabei ist es egal, ob das LAN einen Internetzugang hat oder nicht. Kann der Lokale DNS den Namen nicht auflösen, gehts so weiter, wie beim "Zuhause-DSL-Router" - der LAN-DNS leitet die Anfrage einfach an den Provider-DNS weiter und das System funktioniert wieder. Der Nutzer merkt gar nicht, wer den Namen auflöst - ist ihm ja auch Wurscht.



Dies sind nur sehr kurze und unvollständige Beschreibungen - sollten Dir aber den richtigen Weg zeigen.



Tschau




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Danke im voraus! - Bitte, verehrte Hilfesuchende, bedankt euch NACH erfolgter Hilfe mit einem kurzem Statement, ob der Tipp auch geholfen hat. Keiner weiß sonst, ob der Tipp "gewirkt" hat und es ist auch unhöflich, sich DANACH nicht zu bedanken.
Daher ist die Floskel "Danke im voraus!" auch völlig überflüssig.
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