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Smiley Re: KETTE
Erst sagst Du, NIEMALS ein Schloß verwenden, dann berichtest Du von einer vernieteten Kette, die Dir ins Kreuz flog. Ja was jetzt ? Überleg doch mal, von was die Kraft aufgenommen wird: vom Sicherungsblech, vom Nietkopf...oder vielleicht vom Bolzen ? Aha. Die ganze Kraft wird vom Bolzen aufgenommen. Selbst bei Kettenschlössern muß das Verbindungsglied so stark aufgepresst werden, daß es von alleine halten würde. So ist es eigentlich nur eine ästhetische Entscheidung, ob ich die Kette verniete oder ein Schloß benutze. Halten tun beide gleich. Wenn man nicht vor viel Schrauberei zurückschreckt, kann man auch eine Endloskette kaufen, die Schwinge ausbauen und die Kette am Stück reinmachen. Der eigentliche Grund für Kettenschäden ist doch, daß keiner richtig Bock hat, das dreckige, versiffte Ding zu pflegen. Und wenn, dann wird fünf Minuten vor der Ausfahrt das Fett draufgehauen. Daß dieses dann aber gar keine Zeit hat, einzudringen und abzulüften, interessiert niemanden. Die Kette wird geschmiert, wenn ich die Kiste aufräume. Dann ist das Fett am nächsten Tag top. Der zweite Punkt ist, daß anscheinend niemand weiß, wie man die Spannung überprüft und einstellt. Viele glauben, die Spannung wäre zu labberig und drehen das Rad weiter zurück. Aber wann ist die Spannung am höchsten ? Wenn Antriebswelle, Schwingenachse und Radachse eine Linie bilden. Also sollte man zum Kettenspannen zu zweit sein. Einer drückt die Karre in die Feder, der andere überprüft die Spannung. Der, der drückt, soll ruhig ein wenig hin- und herfedern. Der Prüfer kann so genau die engste Stelle erspüren. Und hier darf die Kette nicht spannen wie ein Flitzebogen , sondern muß gerade so spielfrei sein. Und um festzustellen, ob irgendwas unrund läuft, wird jetzt das Rad durchgedreht und die Spannung ringsum getestet. Wenn ihr so vorgeht, habt ihr länger Freude an eurer Kette.

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