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Smiley 'Das Recht' gibt es nicht...
Das Urheberrecht an deinem Code z.B. liegt allemal bei dir (wofür du dir aber wenig kaufen kannst). Die Urheberverwertungsrechte hat wohl das Unternehmen, für das du arbeitest (dein Boss hat es jedenfalls nicht ;=) - je nach Vertragsverhältnis (angestellt / selbstständig) und Vertragsgestaltung, aber auch davon abhängig, ob du z.B. das Programm in der Arbeitszeit oder in der Freizeit erstellt hast.Siehe mal hier Marken-, Patent- und UrheberrechtUnd - etwas, das ich mal zu anderer Gelegenheit geschrieben habe:----- Zitat Beginn ---Das ist eine komplizierte Angelegenheit, zu der ich als juristischer Laie nur ein paar Tipps und Links beisteuern kann: Urheber im Arbeits- oder DienstverhältnisInteressant ist die Feststellung:Schwierig wird es, wenn das geschaffene Werk nichts mit der eigentlichen Funktion des Angestellten in dem Betrieb zu tun hat. Beispiel: Wenn ein Buchhalter nach seinem Vertrag nicht verpflichtet ist, zu programmieren, es aber doch tut, stellt sich schnell die Frage, ob dieses Werk im Rahmen der Erfüllung des Arbeitsvertrages erstellt wurde. Urheberrecht II Hier speziell dieser Abschnitt:Rechtsfolge ist, dass ausschliesslich der Arbeitgeber zur Ausübung aller vermögensrechtlichen Befugnisse an Computerprogramm berechtigt ist, soweit zwischen den Arbeitsvertragsparteien nichts anderes vereinbart ist. Im allgemeinen ist davon auszugehen, dass dem Arbeitgeber bei allen Auftragsprogrammen ein ausschliessliches Nutzungsrecht eingeräumt wird. Ein besonderer Vergütungsanspruch besteht nicht. Es wird vom Gesetz davon ausgegangen, dass der Erstellungsaufwand mit der Arbeitsvergütung abgegolten wird. Wenn das Programm in der Freizeit oder ausserhalb der Aufgaben aus dem Arbeitsverhältnis erstellt wird, besteht grundsätzlich ein Vergütungsanspruch. Im Bedarfsfalle ist es wichtig, arbeitsvertragliche Vereinbarung zu treffen. Die Problematik kann auch generell im Arbeitsvertrag geregelt werden. Inhalt einer Vereinbarung kann sein, ob nur Auftragsprogramme oder auch andere innerhalb oder ausserhalb der Arbeitszeit geschriebene Programme von einer bestimmten Vergütungspflicht erfasst werden. Wichtig ist auch zu betonen, dass Urheberrechtsvergütungen der Einkommensteuer unterliegen. Erfinder in Nöten Entstehen urheberrechtlich schutzfähige Werke (Computerprogramme) im Rahmen eines Arbeits- oder Dienstverhältnisses, dann sieht das Urhebergesetz in § 69 b UrhG eine Sondervorschrift vor. Die Urheberverwertungsrechte stehen in diesen Fällen ausschließlich dem Arbeitgeber beziehungsweise dem Dienstherrn zu. Zwar behält der Urheber die Urheberpersönlichkeitsrechte (zum Beispiel das Recht der Namensnennung). Die wirtschaftliche Verwertung der Software wird jedoch nicht von ihm, sondern vom Arbeitgeber bestimmt. In deinem Fall käme es also darauf an, nachzuweisen, dass die Software ausserhalb des Arbeitsverhältnisses entstanden ist. Am besten wäre es, wenn du sie komplett in der Freizeit erstellt hättest - wenn du dazu teilweise die Arbeitszeit und Anlagen deines Arbeitgebers genutzt hast (und dein Arbeitgeber das auch nachweisen kann), müsstest du zumindest nachweisen können, dass sie zu einem wesentlichen Teil in deiner Freizeit enstanden ist, und vor allem, dass das Erstellen von Software nicht zu deinen Aufgaben laut Arbeitsvertrag, Arbeitsplatzbeschreibung usw. gehört. Die Betonung liegt dabei auf "nachweisen" - das muss wasserdicht sein! Und, ich denke, du musst aufpassen, dass dir dein Arbeitgeber daraus keine Pflichtverletzung drechselt. Nach dem Motto: Der durfte gar keine Software entwickeln und hat es trotzdem getan. D.h. du müsstest einen Auftrag deines Arbeitgebers nachweisen. Das ganze kann eine Gratwanderung werden! Eine Einstiegsseite ins Urheberrecht ist: Juristisches Internet-Projekt Saarbrücken Abteilung Urheberrecht , allerdings ist ohne viel Wühlen nicht viel zum Thema zugänglich. Dieses Buch ist auch sehr informativ: Ideen schützen lassen? Patente, Marken, Design, Copyright, WerbungDietrich Harke Wenn du nicht von vornherein klein beigeben willst, wirst du wohl nicht darum herum kommen, einen Anwalt zu befragen bzw. mit der Vertretung deiner Interessen zu beauftragen. Wichtig: Wenn du dir einen Anwalt suchst, kläre mit ihm vorher die Höhe des Streitwerts bzw. die Honorarfrage! Sonst kann dir passieren, dass plötzlich ein Streitwert von 500.000 DM eingesetzt wird, und für das Schreiben eines einfachen Briefes plötzlich eine Honorarforderung von ein paar Tausend Mark ins Haus steht. (Ist einem meiner Bekannten passiert!) Und such dir einen Anwalt, der auf derartige Fragen (also in diesem Fall die Kombination von Urheber- und Arbeitsrecht) spezialisiert ist!---- Ende des zitierten Textes ----(Die direkte Anrede im obigen Text bezieht sich natürlich auf den damaligen Fragesteller, über deinen konkreten Fall weiss ich ja nichts...)Reinhard


Gruß aus dem Norden
Reinhard


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