title image


Smiley Re: Rausschmiss!!!!?????
Welche Gründe kann der Chef in einer Fristgerechten Kündigung angeben so das man auch mit Rechtsschutz keine Chance hatt dagegen zu klagen und zu gewinnen?

1. In der Kündigung selbst muss kein Chef irgendwelche Gründe darlegen.

2. Der gekündigte MA hat das Recht, den Kündigungsgrund auf Nachfrage zu erfahren.

3. Wenn der Betrieb mehr als 5 Vollzeit-MA hat, und der gekündigte MA mindestens 6 Monate in dem Betrieb beschäftigt ist, sollte der gekündigte MA Kündigungsschutzklage einreichen. Bei dieser Klage wird gerichtlich geprüft, ob der Arbeitgeber einen gültigen Grund

- betriebsbedingt, z. B. Auftragsrückgang,

- verhaltensbedingt, z. B. teamschädigendes Verhalten oder Trunkenheit etc.

- personenbedingt, z. B. mangelnde Qualifikation für die Tätigkeit oder gesundheitliche Einschränkungen

4. Wenn der Betrieb weniger als 5 VZ-Mitarbeiter hat, oder der gekündigte MA weniger als 6 Monate beschäftigt ist, dann muss man als gekündigter MA nur kontrollieren, ob die vertraglich, tarifvertragliche oder gesetzliche Kündigungsfrist eingehalten (je nach dem was zutrifft) ist. Ist diese nicht eingehalten, so erhebt man vor dem Arbeitsgericht Klage auf Feststellung des korrekten Endetermins.



Und wie ist das wenn mich mein Chef zum 30.11.2002 fristgerecht (mind. 4 Wochen)kündigt und ich habe noch 23 Tage Resturlaub?Dann währe ich ja normalerweise gleich zuhause!

Der Chef kann den Urlaub noch gewähren. Man sollte auf jeden Fall einen entsprechenden Antrag stellen. Auf keinen Fall sollte man einfach zu hause bleiben. Dies kann als Arbeitsverweigerung gewertet werden. Sollte eine Urlaubsgewährung vor Ende der Kündigungsfrist nicht erfolgen, dann muss der Urlaub finanziell abgegolten werden.



Und wenn ich Zuhause dann die 4 Wochen krank bin was ist dann?Urlaub weg oder muss der Chef dann den Urlaub auszahlen?

Sollte der Urlaub gewährt worden sein, und man wird tatsächlich krank während des Urlaubs, so gelten die Tage, die man krank ist, als nicht genommene Urlaubstage. Hier gelten dieselben Krankmeldungsregeln wie sonst auch. Der dann nicht mehr genommene Urlaub muss, wie im Fall vorher, finanziell abgegolten werden. Man sollte sich jedoch hüten, hier auf krank zu machen. Pfiffige Arbeitgeber senden sofort den MDK (medizinischen Dienst der Krankenkassen). Dies kann dann bis zu einer Betrugsanzeige laufen, für den gekündigten, "kranken" Arbeitnehmer, aber auch für den Arzt.



Und wenn ich in der Zeit die Kündigung anfechte, da keine ausreichenden Gründe vorliegen und das geht vors Gericht,muss der Chef mich dann so lange weiterbeschäftigen bis ein Gerichtsurteil vorliegt oder bin ich solange arbeitslos???

Das Arbeitsverhältnis endet erst mal zu dem in der Kündigung genannten Termin. WEnn kein neuer Job vorhanden, meldet man sich arbeitslos. Sollte dann der Prozeß gewonnen werden, so wird man ja entweder weiterarbeiten oder es wird ein späteres Arbeitsende vereinbart. Im Falle des WEiterarbeitens, muss der Chef das Gehalt, das zwischenzeitlich angefallen wäre, nachzahlen, und man selber zahlt das zwischenzeitlich erhaltene Arbeitslosengeld zurück. Sollte ein späteres Ende festgesetzt sein, so wird das fehlende Gehalt ebenfalls nachgezahlt, man selber zahlt beim Arbeitsamt zurück, und die Arbeitslosmeldung gilt dann erst ab dem neuen Arbeitsende.



Gruß

Kerstin





geschrieben von

Login

E-Mail:
  

Passwort:
  

Beitrag anfügen

Symbol:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Überschrift: