title image


Smiley Re: Aufhebungsvertrag oder eigene Kündigung????
In der Regel sind beide Varianten für Dich nachteilig. Du betreibst aktiv die Beendigung eines Arbeitsrechtsverhältnisses ohne zwingender Notwendigkeit und damit drohen Sperrzeiten für Arbeitslosengeld.



Da Du Dich aber nicht arbeitslos und arbeitssuchend melden willst, sondern eine Laufbahn als Selbständige/r perspektivisch einschlagen willst, erkundige Dich ausführlich über die finanziellen Unterstützungen eines Ich-AGlers, die Absicherungen für die Kranken-, Pflege-, Renten- und für eine Unfallversicherung, aber auch bei Eintritt einer Berufsunfähigkeit.



Beachte: Es gilt auch mit dem AG eine Hürde zu überwinden - das Wettbewerbsverbot:



In vielen Arbeitsverträgen untersagt der ehemalige AG dem gekündigten bzw. selbst kündigenden AN die Aufnahme einer Arbeitstätigkeit im gleichen Ort und Wirtschaftsbereich für ca. 2 bis 3 Jahre. Es ist faktisch ein erklärtes Berufsverbot für Dich. So schaltet Dein ehemaliger AG für die Zukunft, für sich unliebsame Konkurrenz aus.



Frage danach, was passiert, wenn Du nach Ablauf der finanziellen Unterstützung durch das Arbeitsamt scheitern solltest. Wie hoch würde das Arbeitslosengeld bei jetziger Arbeitslosmeldung und nach Ablauf der der Unterstützung eines Ich-AGlers aussehe? Was ist jeweils in beiden Fällen die Bemessungsgrundlage für das Arbeitslosengeld? Kann man als Ich-AGler wieder zurück in die Arbeitslosenversicherung.



Ein Existenzgründerseminar bei Technologiegründerzentren, Industrie- und Handelskammern oder Handwerkskammern ist anzuraten, da Du neben Deiner fachlichen Arbeit im Grafik- und Werbebereich auch

ein tragfähigen Geschäftskonzepts entwickeln mußt

betriebswirtschaftliche Grundlagenkenntnisse,

steuerrechtliches Fachwissen,

Akquisetechniken,

Aufbau und Betreuung eines Kundenkreises,

Ermittlung von zuverlässigen Lieferanten für den eigenen Materialbedarf,

Bewerbungsstrategien bei Banken brauchst,



um denen eine Anschubfinanzierung abzuluchsen. Das wird zunehmend für Dich schwierig werden, da Banken wegen der Basel-II-Richtlinien die Liquidität von Einzelunternehmer immer kritischer bewerten und mit Finanzierungsmöglichkeiten hinter den Berg halten.



Rat und Unterstützung erhälst diesbezüglich bei Technologiegründerzentren, Industrie- und Handelskammern oder Handwerkskammern, den Landeszentralbanken und den Kreditanstalten für Wiederaufbau (KfW)



Unternehmensgründung



Die Unternehmensgründung umfasst alle Vorgänge und Aktivitäten, die auf die Entstehung einer Unternehmung in einer bestimmten Rechtsform abzielen. Damit stehen bei der Unternehmensgründung vor allem juristische und finanzielle Fragestellungen im Vordergrund, während es beim Aufbau einer Unternehmung überwiegend um technische und organisatorische Problemstellungen geht.



Nach der Art der eingebrachten Leistung der Gesellschafter kann die Gründung unterschieden werden in:

Bargründung, wenn die Gründerpersonen Bargeld in die Unternehmung einbringen;

Sachgründung, wenn anstelle von liquiden finanziellen Mitteln Sachwerte eingebracht werden und

Mischgründungen, bei denen sowohl finanzielle Mittel als auch Sachwerte geleistet werden.



Nach der gesellschaftsrechtlichen Ausgangsbasis kann unterschieden werden in:

Neugründung, bei der ein völlig neues Unternehmen entsteht;

Umgründung, bei der eine bestehende Unternehmung durch einen Rechtsformwechsel in eine neue Unternehmung umgewandelt wird, um z.B. die Haftung einzuschränken oder die Erbfolge zu regeln;

Ausgründung, bei der einzelne Unternehmensteile einer bereits bestehenden Unternehmung ausgegliedert und in eine Unternehmung mit eigener Rechtsform überführt werden, um etwa eine Tochtergesellschaft eines großen Konzerns als Aktiengesellschaft an die Börse zu führen.



Gründungskonzept



Ziel einer Unternehmensneugründung durch einen Existenzgründer ist es im Allgemeinen, eine langfristig tragfähige Vollexistenz für die Gründungsperson und ihre Familie zu schaffen. Zu Beginn jeder Existenzgründung steht ein Gründungskonzept, das die Geschäftsidee beschreibt. Dazu müssen vor einer potenziellen Neugründung die Fragen geklärt werden, in welcher Branche die Unternehmung gegründet wird und welche Produkte bzw. Dienstleistungen hergestellt, vertrieben oder angeboten werden sollen. Deshalb ist es notwendig, den Nutzen des neuen Angebots klar zu definieren und zu untersuchen, inwieweit es sich von bestehenden Angeboten unterscheidet. Von ebenso hoher Bedeutung für den Erfolg einer Neugründung sind die persönlichen und fachlichen Voraussetzungen (technischer wie kaufmännischer Art) der Gründerpersonen, um langfristig den notwendigen Lebensbedarf aus den Erträgen der Unternehmung decken zu können.



Ist das Gründungsvorhaben in einem Konzept grob skizziert, folgen im Allgemeinen die folgenden Schritte:

Marktanalyse: Dabei gilt es, durch kontinuierliche Informationssammlung herauszufinden, wie groß das Gesamtvolumen des betreffenden Marktes für das eigene Produkt ist und wie sich das Volumen mittelfristig entwickeln wird. Ebenso wichtig ist der Aufbau von Kontakten zu potenziellen oder bestehenden Kunden, um die Bedürfnisse der späteren Abnehmer besser einschätzen zu können. Diese Phase ist dem Marketing zuzuordnen und sollte deshalb auch Überlegungen zur Kommunikationspolitik beinhalten.

Konkurrenzbeobachtung: In dieser Phase sollten die Marktanteile, Kundenstrukturen, Preise und Serviceangebote der Wettbewerber untersucht werden, um die Stärken und Schwächen der Konkurrenz und damit die eigenen Erfolgsaussichten besser beurteilen zu können.

Standortwahl: Welcher Standort sollte gewählt werden, um den anvisierten Markt optimal bearbeiten zu können? Diese Frage beinhaltet zudem die Analyse der Infrastruktur potenzieller Standortalternativen und des Angebotes an qualifizierten Mitarbeitern.

Finanz- und Erfolgsplanung: Die Finanz- und Erfolgsplanung hat einen besonderen Stellenwert im Rahmen des Gründungskonzepts, denn sie muss mit allen Teilbereichen der Unternehmung (Produktion, Absatz, Investition, Beschaffung und Personal) abgestimmt werden. Sie umfasst einen längerfristigen Kapitalbedarfs- und Investitionsplan sowie Umsatz- und Ergebnispläne für die nächsten drei Jahre. Liquiditätspläne sorgen für die kurzfristige Vorschau der benötigten Liquidität.



Mögliche Eigenkapitalquellen sind eigene Ersparnisse und Vermögenswerte. Reichen diese nicht aus, können Teilhaber angesprochen werden, die haftendes Kapital zur Verfügung stellen, dafür aber - je nach Rechtsform - auch Geschäftsführungsbefugnisse erwerben.



Fremdkapital kann bei entsprechenden Besicherungsmöglichkeiten von Kreditinstituten in Form von Hypotheken- und Betriebsmittelkrediten aufgenommen werden.



Öffentliche Finanzierungshilfen zu günstigeren Zins- und Tilgungskonditionen werden zur Förderung von Existenzgründungen von der Deutschen Ausgleichsbank (DtA, Bonn) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW, Frankfurt a. M.) vergeben.

Wichtige organisatorische Fragestellungen, die im Vorfeld einer Neugründung zu klären sind, betreffen v.a. die optimale Rechtsform, die in Abhängigkeit von der Größenordnung der geplanten Aktivitäten zu wählen ist. Daneben spielt die Personalplanung eine wichtige Rolle. Um die gesteckten Unternehmensziele zu erreichen, müssen die Arbeitnehmer entsprechend der jeweiligen Qualifikation an den richtigen Stellen eingesetzt werden. Daneben müssen weitere Fragen hinsichtlich notwendiger Versicherungen, Steuern, Formalitäten bei Behörden usw. durchdacht werden.

geschrieben von

Login

E-Mail:
  

Passwort:
  

Beitrag anfügen

Symbol:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Überschrift: