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Smiley Re: 1%-Regelung bei Firmenwagen?
es gibt zwei Modelle, die für Firmenwagen üblich sind :



1. Die klassische 1% Regelung - jeden Monat werden 1% vom Neuwagenwert von Deinem NETTO-Gehalt abgerechnet. Hierbei zählt der Listenpreis des Herstellers, nicht die Summe, die Deine firma für den Wagen bezahlt (egal ob sie ihn kauft oder least. Oft bekommen große Firmen hohe Preisnachlässe, diese werden NICHT berücksichtigt!).

Hinzu gerechnet werden Extras, die Du vielleicht in dem Wagen haben möchtest (Navi, Klima, Metalliclackierung, Recarositze usw) und die werkseitig nicht in der Grundausstattung enthalten sind.

Hinzugerechnet wird dann noch eine einfache Fahrtstrecke zu Deinem Firmensitz (Büro) in km x 30 Cent x 21 Tage (kann auch ev mehr Cent sein, weiß ich grad nicht so genau!?).



Beispiel



Neuwagenwert 30.000 Euro

Extras 4.500 Euro

= 34.500 Euro

1% = 345 Euro

einfache Wegstrecke 30 km x 30Cent x 21 Tage = 189 Euro

total : 534 Euro

Gehalt 3.000 Euro minus 30% Steuern = 2100 Euro minus 534 Euro = 1566 Euro.



Die Wegpauschalisierung kannst Du bei Deiner Steuerklärung wieder geltend machen.

Diese Regelung ist üblich, aber hochgradig unbeliebt bei den Mitarbeitern! Wer fährt schon für 534 Euro pro Monat privat??

Eigentlich eine Art Abzocke der Firmen, da diese daduch noch Geld verdienen. S. nächstes Beispiel!



2. 1% des Neuwagenwertes inkl. Extras, inkl. Wegpauschalisierung werden Dir jeden Monat zum Geahlt gerechnet. Dann wird alles zusammen versteuert und anschließend wird Dir der Betrag wieder vom Nettogehalt abgezogen.



Beispiel



Neuwagenwert 30.000

Extras 4.500

Wegpauschalisierung 189

= 534

Gehalt 3.000 Euro + 534 Euro = 3.534 Euro

Steuern darauf 30% = 1060 Euro = Netto 2474 Euro

2474 minus 534 = 1940 Euro



Diese Regelung ist die, die der Firma steuerlich vom Staat berechnet wird, d.h. bei Regelung Nummero 1 verdient die Firma noch was!



Jede Firma hat sich für EINE Regelung entschlossen! Es ist meiner Erfahrung nach unmöglich, darüber zu verhandeln! Wenn sie grundsätzlich Regel 1 verwenden, kannst Du nicht auf Regel 2 bestehen!

Es gibt keine gesetzliche Regelung darüber! Klagen zwecklos!



Achtung : Tricks sind möglich! Wenn Du einen eigenen Wagen hast, könnte sich die Fahrt zu deinem Büro mit diesem lohnen! Die Firma MUSS Dir dieses gestatten! Du läßt dann also den Firmenwagen dort stehen und kommst morgens mit deinem Wagen ins Büro, dort steigst du um. Bei dieser Regelung hast Du KEINEN Firmenwagen, darfst ihn also auch nicht privat benutzen! Dafür kannst Du BEIDE Wegstrecken zu Deinem Arbeitsplatz plus Reparaturen für Dein KFZ steuerlich absetzen (glaube pro km 52 Cent, weiß ich aber nicht ganz genau).

Andere Möglichkeit : Fahrtenbuch führen! Wenn Du nur wenige Kilometer privat mit dem Firmen PKW fährst, bekommst Du viel von der Steuer zurück!

Am besten mal vom Steuerberater durchrechnen lassen!

Nochwas ungerechtes : Es kommt auf Deine Steuerklasse an! Wenn Du bsplw. in Klasse 5 bist zahlst Du sehr viel mehr für den Firmen PKW als in Klasse 3! Obwohl du ihn ja, egal in welcher Klasse, gleich nutzt! Also bei Verheirateten könnte sich ein Wechsel der Steuerklassen lohnen!



Fazit : teure Firmenwagen mit vielen Extras kosten enorm viel Geld! Und zwar DEINS ;-) Viele Außendienstler steigen auf kleinere Wagen um.

Ich hatte zuletzt einen Audi A4 Kombi als Firmenwagen, mit div. Extras. Habe mir dann für 3000 Euro einen alten Lancia gekauft und bin mit dem zum Büro gefahren! Da ich in LSTKL 5 bin, habe ich monatlich knapp 400 Euro beim Gehalt gespart (war Regelung Nummero 1), die hatte ich inkl. Benzin das ich für 35 km selber zahlen mußte plus Steuerrückzahlung in 11 Monaten wieder raus!

Folglich hat sich mein "Lanci" nach knapp nem Jahr selber finanziert ;-)



Grüßchen

Christine



PS. falls ich hier was falsch berechnet oder erklärt habe, bitte ich um Korrektur, bin noch etwas verschlafen *g*



















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