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Smiley Re: Hund in der freien Natur
http://www.faunistik.net/BSWT/MAMMALIA/UNGULATA/CERVIDAE/CAPREOLUS/capreolus.capreolus_01.html





http://www.faunistik.net/BSWT/MAMMALIA/UNGULATA/CERVIDAE/CERVUS/cervus.elaphus_01.html





Hallo,





hoffe ich beantworte alle fragen und übersehe nichts.



Ja, wenn eine gemeindegrenze aufhört, dann fängt die nächste an, das stimmt schon, ich habe mich wohl etwas undeutlich ausgedrückt. Es geht bei der grenze darum wo die allgemeine bebauung (bewohntes gebiet) aufhört und die flur anfängt. Innerhalb dieses bereichs ruht auch die jagd.



Rehe und Hirsche gehören zur Familie der Cerviden, haben aber sonst wenig gemeinsam.



Das weibliche Reh nennt man Ricke oder Geiss wenn sie ein Junges hat (Kitz). Wenn ein Reh noch kein Junges hat nennt man es Schmalreh. Das Männchen nennt man Rehbock. Rehe wiegen zwischen 12 und 20 Kilogramm je nach Standort.



Rehe sind deutlich kleiner, ernähren sich anders und sehen ganz anders als Rotwild aus. Die Fortpflanzung bei Rehwild ist etwas ganz besonderes. Die Ricken werden im Sommer von den Rehböcken "beschlagen" und dann ruht dieses befruchtete Ei ersteinmal ein paar Monate bis es sich zu einem Embrio entwickelt. Rehe können Zwillinge oder gar Drillinge bekommen. Rotwild NIE.

Rehe leben nur im Winter in Grüppchen, ansonsten sind sie Einzelgänger, haben aber ihre festes Territorium.



Beim Rotwild nennt man ein weibliches Stück welches noch kein Junges hat Schmaltier, ein weibliches Stück welches schon ein Kalb führt nennt man schlicht "Tier" oder Alttier. Je nach Geschlecht unterscheidet man noch zwischen Hirschkalb und Tierkalb. Das Männchen ist der Hirsch. Rotwild ist unsere grösste wildlebende Tierart überhaupt es wird zwischen 70 und 200 kg schwer. Rotwild lebt in Rudeln welches von einem Alttier angeführt wird.



Rotwild hat keine festen Grenzen, Rotwild ist eigentlich Steppenwild und braucht weite Flächen und Wälder - in Deutschland wird der Lebensraum vom Rotwild durch Strassenbau immer mehr beschnitten.



Rotwild lebt in Deutschland nur noch in einen speziell bestimmten und zugewiesenen Lebensraum, Rehe leben dagegen in ganz Deutschland in den Wäldern.



Trotz dieses enormen Grössenunterschiedes sieht man sehr häufig in Zeitungen Bilder von Rehwild mit der Unterschrift, dass es sich um ein Rudel Rotwild handelt.



Oben habe ich zwei links eingefügt die erklären es besser als ich. Dort sind auch gute Bilder die den Unterschied verdeutlichen.





Christine, Rehe sind nach dem Bundesjagdrecht jagdbares Wild, d.h. nur der Jäger darf mit dem Wild etwas "anstellen" - will sagen, nur er darf füttern. In Notzeiten wenn hoher Schnee liegt hat der Jäger sogar die Pflicht das ihm anvertraute Wild zu füttern. Das ist auch der Unterschied zu Tieren die dem Jagdrecht und Tieren die unter Naturschutz stehen.

Wenn deine Rehe keinen strengen Winter haben mit hohem Schnee dann brauchen sie kein Futter, ihre Mägen stellen sich auf "Winterbetrieb" um.

Als Laie würde ich überhaupt nicht füttern, vorallem auch deswegen weil Rehe ziemlich empfindlich auf falsches Futter reagieren können, sie können buchstäblich vor gefüllter Futterkrippe verhungern.



Wild welches dem Jagdrecht unterliegt MUSS vom Jäger gehegt werden, er muss alles tun um ihm einen artgerechten Lebensraum zu erhalten.

Tiere die dem Naturschutz unterliegen dürfen NICHT gehegt oder versorgt werden.



Ein schönes Beispiel ist der Eisvogel. Er unterliegt dem Naturschutzgesetz und darf deswegen nicht versorgt werden. Wenn im Winter die Eisdecke am Bach zugefroren und er sich keine Fische angeln kann, dann hat dieser schöne Vogel einfach Pech und verhungert.

Theoretisch dürfte man nichteinmal kein Loch ins Eis hauen um ihm das Fischen zu ermöglichen.



Würde dieser Vogel dem Jagdrecht unterliegen, dann MUSS der Jäger die Möglichkeit schaffen dass der Vogel seine Nahrung fischen kann. Notfalls muss er sogar kleine Fische aussetzen.

Im Jagdrecht sind eine Menge Wildtiere aufgelistet die theoretisch zwar erlegt werden dürften, jedoch das ganze Jahr geschont sind.





Ich höre jetzt mal lieber auf zu schreiben, ich glaube das liest eh kein Mensch, so lang ist das geworden.



Gruss

Ute
















Der Mensch besteht zu 80% aus Wasser und zu 20% aus Hormonen - der Rest ist Verstand!

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