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Smiley Re: FI-Schalter?
Hi,



also das läuft folgendermaßen: Jeder Stromfluß hat ja ein Magnetfeld zur folge.

Fangen wir beim 2poligen (1phaseigen) FI an:

Phase und Nulleiter werden einmal über einen Eisenkern gewickelt. Ist jetzt der hin- und rückfließende Strom gleich groß, so heben sich die Magnetfelder der beiden Leiter auf, weil der Strom in beiden ja in entgegengesetzte Richtung fließt und somit auch das dadurch entstehende Magnetfeld entgegengesetzt orientiert ist.

Sind die Ströme nicht gleich groß (weil z.B. ein Gerät einen Erdschluß hat), so löschen sich die Magnetfelder nicht ganz aus, es verbleibt ein Rest-Magnetfeld. Auf dem Kern ist eine weitere Spule aufgebracht, in der wird dann durch das Magnetfeld eine Spannung induziert. Überschreitet diese eine gewisse grenze (z.B. eben die, die den 30mA Auslösestrom des FIs entsprechen), wird dadurch die Schaltermechanik irgendwie aktiviert und der FI schaltet ab.



Bei den dreiphasigen funktioniert das genauso, es werden alle 4 Leiter um den Kern gewickelt. Die Sinuskurven der drei Phasen sind ja jeweils um eine drittel Periode verschoben, dies hat auch zur Folge daß im Nulleiter bei gleichmäßiger Belastung aller drei Phasen kein Strom fließt. Somit heben sich die Magnetfelder der drei Phasen und des Nulleiters auch immer auf - es sei denn eben es fließt ein Strom am FI "vorbei".

Somit funktioniert ein dreiphasiger FI natürlich auch wenn nicht alle Phasen angschlossen sind. Rein technisch müsste man einen zweipoligen gar nicht bauen, man könnte auch einen vierpoligen nutzen und eben zwei Anschlüsse frei lassen. Macht man nur wirtschaftlich eben nicht.



Schönen Gruß

Didi

geschrieben von

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