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Smiley Regelungen senken den Verbrauch nur theoretisch
Die Buderus-Öfen haben normaler Weise ein Steuergerät. Oft viel zu kompliziert. Heizenergie kann man eigentlich kaum durch die Regelung sparen, bzw. die üblichen Ansichten sind verkehrt, habe ich herausgefunden. Seit ich die Einstellung verändert habe, hat sich der Verbrauch halbiert. Zu niedrige Kesseltemperaturen sind nur theoretisch ein Vorteil, in der Praxis ist es besser recht heißes Wasser zu den Heizkörpern zu schicken, sodass es sehr langsam durchfließt und kalt zum Ofen zurückkommt. Außentemperaturfühler bringt wenig, außer dass er den Ofen bei Sommerwetter abstellt. Wenn Kellerräume beheizt werden, dann braucht man noch im Frühjahr relativ viel Wärme, weil der Wärmebedarf von der Erdtemperatur abhängt und nicht vom Sonnenschein.



Also man kann den Ofen auch von Hand an- und ausstellen und die Ofentemperatur einstellen. 50°C (+ die übliche Nachwärmetemperaturerhöhung) ist eigentlich immer erforderlich und wenn es sehr kalt wird (unter Null Grad) geht man auf 60°C und bei tiefsten Frost auf 70°C. Das sollte reichen. Bei flachen Heizkurven macht auch ne Nachtabsenkung wenig Sinn, da müssten auch alle Mitbewohner den Standart Tag-Nacht-Ryhtmus einhalten können. Es macht auch wenig Sinn nur für 6 Stunden abzusenken.



Bei den Heizkörpern ist es ungünstig, wenn die Thermostate extra-Fühler in Höhe der Fußbodenleiste haben, die Heizung reagiert viel zu nervös auf geöffnete Türen usw.. Ich habe die Dinger höher gehängt. Die Regelung ist nun nicht mehr perfekt, ich muss öfter mal nachstellen, aber der Verbrauch sinkt, weil viel weniger die Decke beheizt wird.



Insgesamt ist eine extreme Regelung (steile Heizkurven von einem niedrigem Fußpunkt aus) völlig daneben, eigentlich reichen die Heizkörperventile...wenn man sie auch schließt, wenn man Fenster oder Türen zu kühleren Räumen öffnet. Offne Türen sind der nächste Verschwendungsfaktor, man glaubt es kaum. Am meisten spart man wenn man völlig gleichmäßig heizt, jedenfalls falls dauernd irgendwer zu Hause ist, es lohnt sich eigentlich nicht für einen halben Tag irgendwo die Temperatur abzusenken. Im Schlafzimmer wird man wohl ne Ausnahme machen müssen.



Wenn man eine geregelte/einstellbare Wasserpumpe hat, soll man den Pumpendruck nur nicht zu hoch stellen. Ich denke für so ein 1-Familienhäuschen sollten 30 Watt Pumpenleistung ausreichen. Mit mehr Pumpendruck wird das Regelverhalten ebenfalls nervös. Es ist aber günstig, wenn der Ofen in einem gleichmäßigen Rythmus anspringt...solange nicht Leistung zum Anheizen benötigt wird.



Für Warmwasser gibt es nur eine korrekte Einstellung: 60°C sollten nicht überschritten werden und spätestens bei 50°C sollte das Nachladen (mit Wärme) des Boilers beginnen.



Fazit:

Der Ofen muss nicht extrem geregelt werden und braucht auch keinen lernfähigen Computer oder ähnlichen Aufwand. Der größere Teil des Sparpotenzials liegt in den Wohnräumen. Man braucht nicht frieren, man muss gleichmäßig heizen. Das hat Wirkungen bis hin in die Wände, die trockener werden und besser isolieren.

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