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Smiley Re: Dachgeschoss ausbauen
Abend Jens,

bevor Du Dich in Aktionen stürzt, hier erst einmal der Aufbau, wie er sein sollte:

Von aussen: Ziegel auf Lattung längs mit dem Dach, Konterlattung auf Sparren (damit erreichst Du eine luftdurchströmte Ebene, d.h. Wasser, das durch Wind zwischen den Ziegel eingedrungen ist, kann auch wieder durch den Luftstrom abgetrocknet werden. Voraussetzung: unten kann die Luft rein, oben wieder raus).

Zwischen Konterlattung und Sparren eine diffusionsoffene Folie - funktioniert wie Goretex beim Schuh, Wasser von aussen kann nicht durch, Feuchte von innen kann aber heraus.

Hinter dieser Folie die Dämmung, je dicker desto besser, 16- 18 cm sollten sein, hängt aber auch davon ab, welche Du nimmst...Problem: Alte Dächer haben meist nur Sparrentiefen von 10 oder 12 cm. Möglichkeit: aufdoppeln von innen mit Dachlatten (Achtung Statik!). Der Effekt zu geringer Dämmung ist einfach der, daß es im Sommer unangenehm heiß unterm Dach wird (im Winter kann man die Kälte ja "wegheizen", da "freuen" sich Dein Geldbeutel und die Umwelt dolle).

Nach der Dämmung kommt die Dampfsperre (nicht -bremse! Hier wird nicht gebremst, sondern wirklich gesperrt...der Wasserdampf von innen darf nicht in die Dämmung gelangen!). Wichtig ist, alle Überlappungen penibelst zuzukleben und dabei soviel überlappen zu lassen, daß es nicht spannt, denn ein Dach bewegt sich und da würden sonst Deine Abklebungen aufreißen. Der Randbereich vom Dach zur Giebelwand (wie alle anderen Anschlüsse auch) muß ebenfalls ca. 30 cm mit abgedichtet werden, so daß keine Fugen bleiben, durch die raumseitiger Dampf in die Dämmebene eindringen kann. Das Dach muss wirklich LUFTDICHT gemacht werden und mit RICHTIGEM Lüften gelüftet werden.

Nun gibt es aber auch Puristen, die allen Dachausbau "Sch..." finden,

andere, die nur eine Aufsparren-Dämmung akzeptieren (ja mach das mal beim Althaus, haha!), was schon der richtige Ort für die Dämmung wäre, denn der Sparren gehört in die Dämmebene nicht wirklich rein.

Hier tobt schon seit Jahrzehnten ein Glaubenskrieg, auf dem der normale Althaus-Bauherr ratlos auf der Strecke bleibt. Deine 4m2 Methode scheitert m.E. an der Schwierigkeit, die wasserwegführende Folie (die diffusionsoffene) ordentlich einbauen zu können, weil Du die normalerweise von oben nach unten überlappend einbaust, also unten anfangen müßtest.

Ich rate Dir, Dich erstmal google-schlau zu machen und ggf. zu erwägen, das Dach in einem Zug abzudecken.

Gruß

susi

geschrieben von

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