title image


Smiley Re: Garagenhofentwässerung
Nach den vielen - doch recht philosofischen - Inhalten: reden wir doch mal über Fakten:

1. Die Niederschlagsmenge nach DIN, mit der Regenabwasseranlagen ortsunabhängig ausgelegt werden, beträgt 300 Liter pro Sekunde und Hektar.

2. Auf einer Fläche von 8 x 18 m = 144 m2 würden bei einem 15-minütigen Regen 144 m2 : 10000 m2/Hektar x 300 Liter pro Sekunde x 60 Sekunden pro Minute x 15 Minuten Regendauer = 3888 Liter Regenwasser anfallen. Diese Menge gilt es irgendwo zwischenzuspeichern.

3. Weiter kann man davon ausgehn, dass gewaschener Betonkies mit Körnung 0/32 ca. 30 % Porenanteil (Luftraum) enthält, der sich nicht weiter verdichtet.

4. Um 3888 Liter (=30% Poreninhalt) in diesem Kiesbett speichern zu können, werden 100% Kies, also 100 : 30 x 3888 = 12960 Liter bzw. 13 m3 Kies benötigt. Bei einer Fläche von 148 m2 wäre dies ein 13 : 148 = 0,088 m bzw. ca. 9 cm dickes Kiesbett.

5. Fertig ist die Drainage und Versickerung.

.

A B E R :

6. Der Boden unter der Kiesschicht muss wasserdurchlässig sein.

7. Die Kiesschicht muss allseitig - z.B. durch Geotextil - gegen Eindringen von Sand und Schlamm gesichert werden.

8. An die Kiesschicht kommt man nicht mehr ran - auch und vor allem nicht zum Sauberspülen.

.

Besser wäre also in jedem Falle, die nötigen 13 m3 an Kiesvolumen in einem Graben auf dem Hof unterzubringen (z.B. Graben 6 m lang, 80 cm breit und 2,70 m tief), durch den man ein Drainagerohr mit 300 mm Durchmesser hindurch legt, welches man am Anfang und Ende mit je einem Spülschacht versieht. Zudem muss die Zuleitung zu diesem Rohr über einen Sandfang geleitet werden, damit der von der Hoffläche mitgenommene Sand / Schlamm nicht in die Drainage gerät und diese mit der Zeit versandet. Der Sandfang kann als Schacht einen der Spülschächte ersetzen.

.

usw., usw., usw.



geschrieben von

Login

E-Mail:
  

Passwort:
  

Beitrag anfügen

Symbol:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Überschrift: