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Smiley Re: Neonröhren anschließen für Blindfische
Das mit der Errechnung des Stromes bei 6 Neonröhren ist im Prinzip richtig und falsch gleichzeitig. Das Ergebnis ist richtig, wenn man davon ausgeht, das die Leitung eine reine sogenannte Wirkleitung ist. Man tut so, als ob man Gleichstrom vor sich hätte. dann fießt nach P = U * i (Leistung = Spannung * Strom) ein Strom von (die Formel wird umgestellt nach I = Strom : I=P/U ) 360 Watt/240Volt=1,5 Ampere . Die Schalter sind (fast) alle für mindestens 10 Ampere ausgelegt, also keine Probleme.....

aber:

Die Neonröhren werden gebremst durch eine "Drosssel", das ist eine Spule mit Eisenkern.

Diese Spule setzt dem Wechselstrom aus der Steckdose einen Widerstand entgegen, so das die Neonröhre nicht durchbrennt ( was sie ohne die Drossel augenblicklich tun würde).

Ferner ist die Drossel ein sogenannter induktiver Widerstand und führt zu erhebliche "Blindströmen", das sind Ströme die nichts zur wirkung beitragen, aber trotrdem fließen. Sie werden von einem Stromzähler auch nicht gemesseen, weil sie ja nicht "wirken". Bei vielen Neonröhren zum Beispiel im Kaufhaus, baut man deshalb zum Ausgleich für die Drosseln einen genau berechneten Kondensator in die Anlage. Der Kondensator bewirkt auch einen Blindstrom, nur mit entgegengesetzten Vorzeichen wie der der Drossel. Die beiden Blindströme heben sich also auf und über die Schalter, Zähler und Leitungen fließt nur der "wirkende" Strom.

Fazit: Es fließen tatsächlich wesentlich mehr als die gerechneten 1,5 Ampere, aber bis zur Belastungsgrenze von 10 A der Schalter ist mehr als ausreichend Reserve.(Von mir geschätzt ca. 6 Ampere)

P.S..Durch eine Trickschaltung benutzt man die Drossel auch zum Starten der Neonröhren.



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