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Smiley Ja!
Nur werden sich die Geister hier scheiden, was genau eine Rechnung ist.



1. Wie Orchidee schon schrieb, darf "der nicht beim Finanzamt zur Vorsteuer angemeldete Privatmann" auch keine MWST auf dieser "Rechnung" aufführen.



2. Kann der Rechnungsempfänger diese "Rechnung von Privat" genau so, wie alle anderen Rechnungen als Ausgaben verbuchen (und wird das wohl auch tun), darf aber ebenfalls dort keine MWST "herausziehen" und die bei der Vorsteueranmeldung angeben.

(Wird aber leider trotzdem häufig gemacht, die Buchhalter stellen sich einfach blöd und wenn ein Betrieb nicht geprüft wird, gibt es da auch keinen Ärger.)



Aus dem vorgenannten Grunde ist es wichtig, auf diese Privatrechnung ganz klar und deutlich draufzuschreiben, daß der Aussteller als Privatperson keine MWST abführt und daß der Rechnungsbetrag auch keine MWST enthält. Das schützt davor, daß eventuell eines Tages die Steuerfahnung kommt und nachforscht. Außerdem sollte man diese Privatrechnung als Kopie 10 Jahre aufheben, so wie der Betrieb, der sie erhält. Sonst kann man später Manipulationen an dieser Rechnung nicht nachweisen.



Die Gefahr liegt darin, daß der Rechnungsempfänger aus Unwissenheit, Dummheit oder Frechheit die MWST rausrechnet und sie vom Finanzamt zurückfordert. Das ist Steuerbetrug, aber es wird gemacht. Und als Aussteller der Rechnung muß man sich davor schützen, daß später irgendwas nachträglich auf die Rechnung draufgeschrieben wird. Deshalb der Zusatzvermerk "im Rechnungsbetrag ist keine MWST enthalten".



Eine normale Quittung vom Block erfüllt überigens die gleiche Funktion als Beleg für die Buchhaltung. Es muß nur Name und Anschrift des Geldempfängers draufstehen und ein Vermerk, wofür gezahlt wurde. Aber da gilt besondere Vorsicht, weil die Zeile für MWST schon vorgedruckt ist. Also auch da draufschreiben "enthält keine MWST".



Die Verantwortung für die korrekte steuerliche Handhabung liegt zwar beim Rechnungsempfänger, da dieser im juristischen Sinne als "Kaufmann" gilt und "es einfach wissen muß", aber das schützt den Privatmann zunächst nicht davor, in die Nachprüfung mit einbezogen zu werden, falls eine Buchprüfung beim Rechnungsempfänger erfolgt und dieser krumme Dinger gemacht hat.



H.D.T.

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