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Smiley Re: Welche Diodentypen sperren 100% in der Sperrichtung?
Hallo Funki222!



Eigentlich ist Deine Aussage verkehrt...auch wenn sich allerdings immer Ausnahmen oder Sonderbedingungen finden lassen. Gerade Silizium-Standartdioden sperren hervorragend, viel viel besser als 70%. So sieht eine typische Diodenkennlinie aus:

http://www.nilsarden.de/projekte/Elektronik/Infos/Diode_Schalter.htm

Wenn Du die Kennlinie nicht verstehst, frage nochmal nach.



Der Sperrstrom liegt also typischer Weise unter einem millionstel Ampere. Die Diode sperrt bis zu ihrer max. Sperrspannung, bei der sie zerstört wird, wenn der Sperrstrom nicht durch einen hochohmigen Widerstand begrenzt wird. Ein Sonderfall sind Z-Dioden (Stabilisierungsdioden). Sie werden in Sperrrichtung betrieben und öffnen bei bestimmten Spannungen (aufgedruckt) sehr gut. Typisch sind so Werte zwischen 2,7 und 70 Volt.



Im Durchlassbereich sieht es so aus, dass Siliziumdioden, bei knapp 0,7 Volt durchlassen, Schottky-Dioden, die deutlich unterhalb ihres Limit betrieben werden, öffnen bei 0,3 Volt. Germaniumdioden öffnen für geringste Ströme bei noch niedrigeren Spannungen (Detektorempfänger). Für Spezialschaltungen wie CPU-Spannungsversorgungen (Schaltregler, Abwärtsregler) werden noch bessere Gleichrichter benötigt, sie werden aus Takt-ICs und PowerMOSFETs aufgebaut (getaktete Gleichrichter).



Ein Sonderfall sind hohe Frequenzen. Dioden brauchen etwas Zeit bis sie sperren, für sehr hohe Frequenzen nimmt man Sonderformen, zumeist Schottky-Dioden.



Wenn eine Diode tatsächlich das von Dir genannte Verhalten zeigt, dann ist sie ernsthaft beschädigt.

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