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Smiley Re: Lithium vs. Alkali-Batterien !!lang!!
Erstellt mit strg c und strg v ;-)



Gelegentlich ist die C'T ja immer noch für ne Überraschung gut. Vor allem die alten Hasen genehmigen sich ja offenbar gerne mal ein Spaßsemester ;-)

In der gerade eingetrudelten Ausgabe 23 hat Carsten Fabich 27 Alkali-Mangan Zellen im Mignon Format unterschiedlichster Hersteller solide für Dauer- und

Pulsentladung durchgemessen, auch gibt es zum Vergleich Daten von Li, NiMH, Wald-und Wiesen Zink-Kohle Zellen.

Sowas wollte ich schon länger mal machen, konnte mich aber nicht dazu durchringen, derartig viele Primärzellen 'so zum Spaß' leerzunudeln.

Die Belastung bei Dauerentladung betrug konstant 150mA - das entspricht nebenbei ziemlich gut einem üblichen GPS Empfänger, bei Pulsentladung 100 und 1000mA (soll wohl eine Digitalkamera mit gelegentlichem Blitzeinstz simulieren).

Die Laufzeiten von ca. 13-14h für den 150mA Test liegen übrigens ziemlich genau auf einer Linie mit den von mir vor einiger Zeit ermittelten Garmin GPS12

Laufzeiten ( http://home.wtal.de/noegs/gps-akku.htm ) - der GPS12 zieht etwa 120mAh bei 4.8V.

Je Zellentyp wurden vier baugleiche Batterien durchgemessen, die Kapazitätsschwankungen zwischen baugleichen Zellen bei Dauerentladung beliefen

sich dabeiinteressanterweise auf lediglich 1 Prozent (gelegentliche Ausreißer bis 5%).





Fazit: Die Kapazitätsunterschiede zwischen den unterschiedlichen Fabrikaten bei konstanter mittlerer Belastung wie z.B. Walkman, GPS Empfänger, etc. sind mit

ca. 10% recht gering, das spielt sich zwischen gemessenen 1.85 und 2.09Ah ab (ich hatte für Top Zellen von Duracell, Energizer & Co. eigentlich immer deutlich mehr, im Bereich 2500-2700mAh angenommen).

Wirklich üble Ausreißer gabs eigentlich keine, nicht mal bei den 'echten' NoName Zellen von Tip, Aldi & Co. Diese liegen zwar alle nicht im Spitzenfeld, aber sie sind natürlich deutlich billiger als die großen Marken.

Bedenkt man, daß Duracell & Co teilweise das 5-8fache der billigeren Zellen kosten, dann kann man eigentlich beruhigt bei Aldi, Lidl und Ikea zugreifen.

Spitzenreiter beim Preis-Leistungsverhältnis waren die Mignons von Ikea im 10ner Pack (1.87Ah).

Die höchste Kapazität der Alkalines (bei sage und schreibe fast 8!fachem Preis gegenüber Ikea) hatte Energizer mit 2.09Ah, gefolgt von Panasonic, Duracell & Co.

Etwas provozierender formuliert - für den Preis einer einzigen Duracell/Energizer kriegt man bei Ikea ein Achterpack - bei gerade mal 10% weniger Kapazität! Dafür steht man bei Ikea dann aber auch Samstags Mittags ne

Stunde in der Kassenschlange.



Die Energizer Lithium Mignon Zelle (1.5V!) liegt mit 2,28Ah zwar erwartungsgemäß auf Platz 1 was die Kapazität angeht, aber mit 3,50? pro Zelle sind die für normale Anwendungen viel zu teuer (hier hätte ich mir einen Stichprobenvergleich

mit einigen Alkalis und NiMHs speziell bei niedrigen Betriebstemperaturen gewünscht).



Zink-Kohle liegt ebenfalls erwartungsgemäß mit 0,55Ah vollkommen abgeschlagen auf dem letzten Platz, die müßte man schon geschenkt kriegen um beim Preis/Leistungsverhältnis mithalten zu können.



Die 1600er NiMH liegt mit 1500mAh garnicht so schlecht, mit den jetzt verfügbaren 1800ern und 2000ern käme man schon recht nah an die guten Alkalis ran.

Auf jeden Fall liegen die NiMHs bei diesem Nutzungsprofil am günstigsten (hier wurde der Preis/kWh inkl. Ladegerät, 4 Zellen sowie geschätzem 230V Energieverbrauch für 500 Zyklen 'berechnet'). Auf die gesamte Nutzungsdauer

bezogen liegen die Kosten für NiMHs damit bei 1/15tel der günstigsten Alkalis.Für Vielnutzer also ein Muss.



Auffallend bei der LiFeS Zelle ist allerdings, daß sie im Pulsbetrieb gegenüberallen Alkalines nur wenig an nutzbarer Kapazität verliert. Das dürfte speziell auch für den Blitzbetrieb gelten! Das gleiche gilt in etwa auch für die NiMH Zelle. Offenbar nehmen die Alkalines gerade die 1000mA Pulse sehr übel, die Kapazität reduziert sich bei allen Herstellern AUF (nicht um!) 20-45% der 150mA

Dauerentladungskapazität, was ein mehr als signifikanter Abfall ist.



Stimmen diese Ergebnisse, dann machen Alkaline-Zellen in Blitzgeräten gegenüber Akkus weder ökonomisch Sinn, noch was die absoluten Laufzeiten angeht, denn die1500er NiMH hat im Pulsbetrieb im Test effektiv die 2-3fache Kapazität gegenüber den Alkalis (und das angesichts der Tatsache, daß NiMHs schon nicht eben als Hochstromwunder gelten). Das widerspricht allerdings etwas den praktischen Erfahrungen im Foto-Blitzbetrieb, hier wäre vielleicht nochmal ein spezieller Test mit typischen Blitzentladekurven angebracht.



Immerhin dürfen die Markenhersteller bei den Impulsbelastungswerten etwas glänzen, gegenüber den NoName Zellen schneiden sie hier durchwegs etwas besser

ab, wobei der Pulsbetrieb im Test wohl die größten Schwankungen zeigte. In dieser Betriebsart scheint die Zellenchemie zunehmend instabil zu reagieren, was dazu führen kann, daß z.B. aus einem 4er Pack eher mal eine Zelle ausreißt und damit im Praxiseinsatz den ganzen Satz vorzeitig ins Aus befördert.





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